Fricktal

«Sauberes Fricktal» kämpft im neuen Jahr gegen Müll in Bächen

Das neue Entsorgungsrad der Arbeitsgruppe «Sauberes Fricktal» wird im Frühjahr 2019 den Gemeinden zugeschickt. Ingrid Arndt

Das neue Entsorgungsrad der Arbeitsgruppe «Sauberes Fricktal» wird im Frühjahr 2019 den Gemeinden zugeschickt. Ingrid Arndt

Mit einem Entsorgungsrad soll dafür gesorgt werden, dass der Müll nicht mehr im Wasser landet.

Der Zustand der Gewässer ist weltweit besorgniserregend, die Vermüllung mit Kunststoff nicht mehr hinnehmbar. Doch manches fängt auch im Kleinen an. In der Schweiz gibt es viele kleine Bäche. Ihre Länge beträgt zusammengerechnet mehr als 45 000 Kilometer und ihr Zustand ist teils alarmierend. Auch im Fricktal landet immer wieder Müll in ihnen, teils aus Gedankenlosigkeit, teils gezielt, aber auch durch den Wind.

Deshalb hat sich die Arbeitsgruppe «Sauberes Fricktal» für das Jahr 2019 das Thema «Saubere Bäche» auf die Fahne geschrieben. Schon diesen kleinen Wasserläufen muss besondere Beachtung geschenkt werden, sie sind nicht nur Rückzugsgebiet für Fische und andere Lebewesen, sondern spielen auch eine erhebliche Rolle im Kreislauf des Grundwassers. Tommy Freiermuth, Präsident der Arbeitsgruppe, Gemeinderat in Möhlin und Vorstandsmitglied des Gemeindeverbandes Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal, begrüsste die Vertreter der Gemeinden. Kurt Bächtold, Mitglied der Arbeitsgruppe, Gemeinderat in Sisseln und Vorstandsmitglied des Gemeindeverbandes Abfallbeseitigung Oberes Fricktal, sowie Remo Kämpfer, ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe, berichteten kurz zum Thema aus ihrem Alltag.

Jeder kann etwas beitragen

Helene Bigler Brogli, Betreiberin eines Umweltbüros, erläuterte in ihrem Referat Schwerpunkte und Ziele zum Thema. Sie unterstrich, dass es immer wieder wichtig sei, das Bewusstsein für diese Problematik zu sensibilisieren, denn eigentlich könne man mit geringem Aufwand ein ganzes Stück zur Sauberkeit der Gewässer beitragen. Dafür entwickelte die Arbeitsgruppe den Entwurf für ein Plakat mit einem Entsorgungsrad, das auf der Impulsveranstaltung zur Diskussion gestellt wurde. Anschaulich und einfach sind auf diesem Plakat zu entnehmen, was keinesfalls in die Bäche gehört, sondern in den Müllcontainer, wo mit geringem Aufwand in Erfahrung gebracht werden kann, was in «meiner» Gemeinde zur Entsorgung angenommen wird und wo, welche Entsorgungsfirma zuständig ist. Helene Bigler Brogli gab Tipps für mögliche Aktionen, zum Beispiel für die Bachputzete. Tommy Freiermuth dazu: «Achtsamkeit in der Bevölkerung ist in jedem Fall vorhanden, doch es gibt eben auch immer wieder schwarze Schafe, die Rasenschnitt oder Bauschutt sorglos in Bäche werfen. Insgesamt ist das Fricktal abfallmässig gut unterwegs, wenn man will, kann alles an der richtigen Stelle entsorgt werden.»

Lebhafte Debatten

Die Gemeindevertreter debattierten lebhaft über den Entwurf des Entsorgungsrades, gaben gute Anregungen zu Änderungen, wie eine andere Darstellung des Flusses oder eine etwas veränderte Farbgestaltung. Die Arbeitsgruppe nimmt diese Vorschläge auf und lässt sie einfliessen in das neue Plakat.

Dieses wird im Frühjahr per Mail den Gemeinden zugeschickt, die dann die gewünschte Anzahl bestellen können. Zur Startveranstaltung im April werden die Plakate dann übergeben. Die Aktionen im Mai organisieren die Gemeinden eigenständig.

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