Kaisten–Frick
Sanierung soll Unfallgefahr reduzieren

Vom Kaistenberg her schlängelt sich die Kantonsstrasse über 2,5 Kilometer in südwestlicher Richtung nach Frick hinunter. Doch dieses viel befahrene Teilstück ist ins Alter gekommen. Nach über 40 Jahren drängt sich eine umfassende Sanierung auf.

Ralph Stamm
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Die Strasse ist rissig und muss saniert werden.

Die Strasse ist rissig und muss saniert werden.

Im Auftrag des Departements Bau, Verkehr und Umwelt hat nun das KSL Ingenieurbüro AG in Frick ein Sanierungsprojekt ausgearbeitet. Es soll im Frühling 2013 öffentlich aufgelegt werden. Falls keine Einsprachen erfolgen, kann Anfang 2014 mit dem Bau begonnen werden.

Strasse soll verbreitert werden

Gründe für die Sanierung gibt es einige: Zunächst einmal entspricht die Kantonsstrasse nicht mehr den aktuellen kantonalen Strassenbaunormen. An einigen stellen ist die Strasse weniger als sechs Meter breit. «Kreuzen sich zwei Busse, bleibt zwischen ihnen nicht viel Platz», sagt Fabian Gasser, Projektleiter vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Mit der Sanierung würde die Strasse an keiner Stelle mehr das Minimum von 6,5 Meter Breite unterschreiten, bestätigt Marco Cafaro, der das Sanierungsprojekt für das KSL Ingenieurbüro AG ausgearbeitet hat.

Eingeschränkte Sichtweite

Nebst der Strassenbreite lässt zurzeit auch die Sichtweite an manchen Strassenabschnitten zu wünschen übrig. Einige Hügel zwischen den Kurven verhindern, dass der Gegenverkehr früh genug erkannt werden kann. Vorgesehen ist deshalb, einzelne Hügel so abzutragen, dass sich die Sicht auch in den Kurven verbessert. Der Norm werde die Kantonsstrasse aber auch nach erfolgter Sanierung nicht ganz entsprechen, sagt der Projektleiter. Die Verkehrsteilnehmer müssten deshalb – wie bei anderen Strassen auch – ihre Geschwindigkeit weiterhin selbstständig reduzieren, wenn die Sicht nicht optimal gewährleistet sei.

Dies war in den letzten Jahren offensichtlich nicht immer der Fall. Davon zeugen insbesondere die vielen Striemen an der Leitplanke der Bondelkurve. «Glücklicherweise verliefen die Unfälle in den letzten drei Jahren alle glimpflich», sagt Fabian Gasser. «Trotzdem müssen wir die Sanierung vornehmen, um die Unfallgefahr zu reduzieren.»

Der Hang bewegt sich

Schaut man sich die Strasse aus der Nähe an, gleicht sie einem Flickenteppich. Deformationen des Trassees haben in den letzten Jahren immer wieder kleine Ausbesserungen nötig gemacht. Risse und Dellen sind an einigen Stellen sichtbar. Der Grund: Der Hang bewegt sich jährlich um ein paar Millimeter, worauf auch einzelne in Schräglage geratene Verkehrsleitpfösten hinweisen. Fabian Gasser: «Würden wir nicht sanieren, müssten wir ständig kleine Ausbesserungen machen.»

Die Sanierung drängt sich noch aus einem weiteren Grund auf: Wenn viel Regen fällt, ist der Boden schnell einmal gesättigt, weshalb zusätzliches Wasser nicht mehr versickern kann. Geplant ist deshalb, das Wasser dort über Rinnen abzuleiten, wo es nicht von selbst über die Ränder in die Wiese abfliessen kann.

Für die Gemeinde nicht gratis

Die Kosten von insgesamt 4,5 Millionen Franken für die Sanierung bis zum Dorfeingang wird der Kanton vollständig übernehmen. Was aber den noch nicht bezifferbaren Streckenabschnitt innerorts bis zur Autobahnbrücke anbelangt, wird die Gemeinde Frick einen Teil an die Sanierungskosten beitragen müssen.