Kaiseraugst

Sanierung Hallenbad Liebrüti: «Politischer Wille des Gemeinderats ist da»

Das Hallenbad Liebrüti in Kaiseraugst verzeichnet jährlich rund 67000 Besucher. Archiv/chr

Das Hallenbad Liebrüti in Kaiseraugst verzeichnet jährlich rund 67000 Besucher. Archiv/chr

Das Hallenbad Liebrüti soll in den nächsten drei bis fünf Jahren saniert werden. Zentral im Konzept seien einerseits eine letztlich massive Senkung des Energiebedarfs und auf der anderen Seite gute Ideen für die Gestaltung des Bades.

40 Jahre alt ist das Kaiseraugster Hallenbad Liebrüti. Eine Modernisierung drängt sich schon länger auf. Gemeinderätin Françoise Moser sagt auf Anfrage, dass die Behörde erst am Anfang der Überlegungen stehe. «Wir haben jetzt vor, eine Wunschliste zu erstellen, damit wir sehen was gewünscht wir und was nicht», blickt die Departementschefin Umwelt und Entsorgung in die unmittelbare Zukunft. Im Idealfall sollen dem Souverän im kommenden Jahr die Ideen der Exekutive präsentiert werden. «Ziel von ist das Beantragen eines Projektierungskredits», konkretisiert Françoise Moser den Fahrplan des Gemeinderats.

450000 Franken pro Jahr

Der politische Wille des Gemeinderats, das vier Jahrzehnte alte Bad zu sanieren, bestätigt indirekt auch Gemeindeschreiber Roger Rehmann. «Den Kaiseraugster Steuerzahlern kostet das Hallenbad pro Jahr rund 450000 Franken, sagt Rehmann, welcher gegenüber der Aargauer Zeitung auch bestätigt, dass «einfach so» keine Verbesserung des Defizits zu erreichen sei. «Ein Sanierungs- und Betriebskonzept soll hier Abhilfe schaffen.» Zentral seien einerseits eine letztlich massive Senkung des Energiebedarfs und auf der anderen Seite ganz einfach gute Ideen, welche aufzeigen, wie ein Bad attraktiv und einladend gestaltet werden könne. Françoise Moser nennt in diesem Zusammenhang konkrete Zahlen: «Alleine für Energie und Wasser geben wir rund 200000 Franken aus».

Jährlich 67000 Personen

Für den Gemeinderat Kaiseraugst ist es unbestritten, dass ein (Hallen)-Bad volksgesundheitlich wie gesundheitspolitisch wertvoll ist. «Für Kinder ist es eine zentrale Einrichtung, können sie doch dort schwimmen lernen», sagt Françoise Moser weiter. Die bestätigt im Gespräch zudem, dass die Wasserfläche im Bad im Grossen und Ganzen «voll ausgebucht» ist.

«Dieses ‚Problem’ zu lösen wird nicht einfach sein, auch im Zusammenhang mit der Sanierung». Das Hallenbad, das in den Siebziger Jahren als «visionär» und «zukunftsweisend» betitelt wurde, wird jährlich von 67000 Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern besucht. Einerseits durch Schüler aus dem Kanton, den angrenzenden Baselbieter Gemeinden oder von Schwimmschulen, welche das 25-Meter-Becken schätzen. Es sind aber auch viele Mitarbeiter aus den lokalen Industriebetrieben und Freizeitsportler, die hoffen, in den nächsten drei bis fünf Jahren zu einem neuen Bad zu kommen.

Das Bad, für welches die Einwohnergemeinde seit nunmehr zwölf Jahren aufkommt, belastet den Haushalt von Kaiseraugst jährlich mit 4.5 Steuerprozenten. Dies wir auch künftig so sein, auf jeden Fall bis nach der Sanierung der Anlage. Kostendeckend wird das Hallenbad allerdings nie geführt werden können, gehört doch eine solche Sportinfrastruktur ganz einfach zu den «kostenintensiven» wie beispielsweise eine Kunsteisbahn auch.

Ganz am Anfang der Planungen

Ob bei der Sanierung der Aargauer kantonale Swisslos-Sportfonds einen Anteil zahlen wird, konnte Françoise Moser noch nicht sagen. «Wir sind wie gesagt erst am Anfang der Arbeiten». Diese Aussage bestätigt indirekt auch das Departement Bildung, Kultur und Sport in Aarau. Marcel Müller, stellvertretender Leiter der Sektion Sport sagt gegenüber der Aargauer Zeitung, dass ihm das Projekt (noch) nicht bekannt sei. Auf der anderen Seite hält er fest, dass generell gesagt werden kann, dass für Sportanlagen von Gemeinden mit einem Swisslos-Sportfonds-Beitrag von 25 Prozent der subventionsberechtigten Kosten, im Maximum mit 200000 Franken, gerechnet werden kann.

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