1979 in Gipf-Oberfrick: Als Teil eines Dorffestes wird ein Waldhaus erstellt und anschliessend auf den Thiersteinberg versetzt. 35 Jahre später: Der Zahn der Zeit, der Mäuse und der Siebenschläfer haben an dem Waldhaus genagt.

Das Dach, die Isolation und die Heizung lassen stark zu wünschen übrig. So stimmten im Jahr 2014 die Ortsbürger und die Einwohnergemeindeversammlung zwei Krediten zu je 150 000 Franken zu, um das Waldhaus zu sanieren. August 2015: Die Sanierungsarbeiten beginnen und sind bereits Anfang November abgeschlossen.

Überdachter Aussenbereich

«Insgesamt haben die Sanierungsarbeiten 317 000 Franken gekostet», sagt Urs Treier, Gemeindeschreiber von Gipf-Oberfrick. Damit liegt man nur leicht über den veranschlagten Kosten von 300 000 Franken. Grund hierfür seien die schwierig einzuschätzenden Kosten für den überdachten Anbau des Waldhauses gewesen.

Dieser wurde aus Eichen- und Buchenholz aus dem umliegenden Wald gebaut und ist über eine grosse Balkontüre begehbar. «Durch den überdachten Anbau ist es nun möglich, auch bei schlechtem Wetter vor dem Waldhaus einen Apéro zu nehmen», sagt Treier. Um den Waldhausbesuchern einen Blick aufs Dorf zu ermöglichen, wurden einige Bäume um das Waldhaus herum gefällt.

«Die Sanierungsarbeiten wurden von einem Architekten und hauptsächlich von örtlichen Unternehmen durchgeführt», sagt Treier. Die komplette Gebäudefassade wurde mit Lärchenbrettern versehen, eine Wärmedämmung wurde installiert, das WC erneuert, Fenster ausgewechselt und der Eingangsbereich mit einer Garderobe ausgestattet. Im Innenbereich wurde das Cheminée durch einen Pelletofen ersetzt. Zusätzlich wurde die Fassade mit kleinen Gittern abgedichtet, um zu verhindern, dass Nagetiere hinter die Fassade gelangen. «Wir haben seit der Neueröffnung im Dezember eine sehr hohe Auslastung des Waldhauses», sagt Treier, der nachschiebt, dass dies mit Sicherheit auf die Modernisierung zurückzuführen sei.

«Aus Sicht des Gemeinderates hat sich diese Investition in jedem Fall gelohnt», sagt Treier, der davon ausgeht, dass bis zur nächsten Sanierung nun wieder einige Jahre vergehen werden.

Tag der offenen Türe: Sonntag, 24. April, 12 bis 16 Uhr.