Fricktal
Sanierung der Rumpelpiste

Die Kaistenbergstrasse soll erneuert werden – ab dem 24. April liegt das Projekt auf. 2,5 Kilometer lang ist der Strassenabschnitt, der saniert werden soll. Er beginnt nach dem Ortsausgang Frick und endet nach dem Hof auf dem Kaistenberg. Die Gesamtprojektsumme beläuft sich auf rund 16,6 Millionen Franken.

Marc Fischer
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Fertig mit Flickenteppich: Die Kaistenbergstrasse soll umfassend saniert werden. Archiv/mf

Fertig mit Flickenteppich: Die Kaistenbergstrasse soll umfassend saniert werden. Archiv/mf

Marc Fischer

Die Kantonsstrasse über den Kaistenberg gilt als Rumpelpiste und ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Nun wurde ein Projekt erarbeitet. Vom 24. April bis zum 23. Mai wird es auf den Gemeindekanzleien der drei Anrainergemeinden Frick, Kaisten und Oeschgen öffentlich aufliegen – nach einer langen Vorbereitungszeit, wie Fabian Gasser, Projektleiter beim kantonalen Verkehrsdepartement, sagt. «Es ist ein komplexes Projekt und es galt, verschiedenste Faktoren zu berücksichtigen.»

Die Komplexität spiegelt sich auch in den Kosten wider. Die Gesamtprojektsumme inklusive dem Kreditrisiko beläuft sich auf 16,6 Millionen Franken. Die Kosten für das Projekt gehen vollumfänglich zulasten des Kantons. Die Gemeinden konnten aber bereits in der Vernehmlassung Eingaben machen. «Einige Inputs konnten wir ins Projekt einfliessen lassen», so Gasser. Die Befürchtung aus Frick, dass die sanierte Strasse für mehr (Schwer-)Verkehr sorge, teilt er eher nicht. «Ich gehe nicht von einer extremen Zunahme aus. Die Lastwagen-Chauffeure fahren meist nach Navigationssystem. Und dieses zeigt die Beschaffenheit einer Strasse nicht an.»

Das Projekt sieht vor, den Belag auf der Strecke vom Ortsausgang Frick bis nach dem Hof auf dem Kaistenberg komplett zu erneuern. Die Fahrbahn wird stellenweise verbreitert und künftig einheitlich 6,5 Meter breit sein. Eine Breite von 6,5 Metern sei angemessen für eine solche Strasse, so Gasser. «Somit können in Zukunft auch Postautos problemlos kreuzen.» Weiter haben die Planer «ein grosses Augenmerk darauf gelegt», die Entwässerungsproblematik in den Griff zu bekommen.

Zudem sollen überall Bankette erstellt und diese auch gesichert werden. Dies ist wegen der geologischen Beschaffenheit notwendig. Talseitig erfolgt die Sicherung zumeist mit einer sogenannten «Vernagelung»: ein Betonriegel im Boden wird mit Pfählen stabilisiert. Noch aufwendiger ist die Stabilisierung in der ersten Kurve ausserhalb von Frick. «Die tragfähige Schicht ist hier weit unter der Bodenoberfläche», erklärt Gasser. Die Betonwand muss mit einer säulenähnlichen Konstruktion tief im Boden verankert werden. Bergseitig erfolgt die Bankettsicherung mit Steinkörben.

Baustart: offen – Bauzeit: Zwei Jahre

Offen ist derzeit noch, wann die Sanierung beginnt. «Unser erstes Ziel ist es, das Projekt zur Baureife zu bringen», betont Gasser. Wie lange dies dauert, hängt davon ab, ob es Einwendungen gibt und wie lange die Landerwerbverhandlungen dauern. Geht alles rasch über die Bühne, wäre es laut Gasser möglich – «aber sportlich» – dass das Projekt noch im kommenden Jahr baureif ist. Selbst wenn dies gelingt, ist aber unsicher, ob sofort mit den Bauarbeiten begonnen wird. «Wir müssen mehrere Projekte in der Region koordinieren», betont Gasser mit Blick auf anstehende Ausbau- und Sanierungsprojekte wie etwa zwischen Laufenburg und dem Kreisel Hardwald, an der Baslerstrasse in Laufenburg und an der Unterdorfstrasse in Kaisten.

Alleine für die Sanierung der Kaistenbergstrasse rechnen die Planer mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren. Teilweise muss die Strasse komplett gesperrt werden. Dies hat auch Auswirkungen auf den Postauto-Verkehr. «Es braucht mehr Kurse, damit der Fahrplan eingehalten werden kann», weiss Gasser.