Kaiseraugst
Sanierung der Landstrasse: Mehr Platz für alle, Sicherheit für Velofahrer

Die Landstrasse wird in den nächsten zwei Jahren saniert. Die Arbeiten umfassen den rund 750 Meter langen Abschnitt der Landstrasse von der Kantonsgrenze bis zur Kreuzung Landstrasse/Giebenacherstrasse.

Nadine Böni
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Grosser Plan für ein grosses Projekt: Benno Schmid (l.) und Alex Joss (r.) vom Kanton erklären mit Gemeinderat Heinz Hassler die Sanierung der Landstrasse. nbo

Grosser Plan für ein grosses Projekt: Benno Schmid (l.) und Alex Joss (r.) vom Kanton erklären mit Gemeinderat Heinz Hassler die Sanierung der Landstrasse. nbo

Nadine Böni

Die Durchfahrt durch Kaiseraugst wird erneuert. Kanton und Gemeinde sanieren gemeinsam die Landstrasse. Die Arbeiten umfassen den rund 750 Meter langen Abschnitt der Landstrasse von der Kantonsgrenze bis zur Kreuzung Landstrasse/Giebenacherstrasse (beim Coop Bau und Hobby).

Im Zuge der Belagssanierung werden die Kanalisation, die Wasserleitung sowie die Gasleitung erneuert. «Gleichzeitig werden das Ortsbild aufgewertet und die Verkehrssicherheit erhöht», sagte Alex Joss, Projektleiter beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt bei einer Begehung am Donnerstag.

Mehr Sicherheit für Velofahrer

Ein Augenmerk soll dabei auf die Sicherheit der Velofahrer und Fussgänger gelegt werden. Einerseits entsteht beim römischen Handels- und Gewerbehaus ein neuer Fussgängerstreifen.

Andererseits wird die Verkehrsführung für die Velofahrer verändert. Ab der Kantonsgrenze bis zum Bötmeweg sollen sie in Zukunft auf einem Geh- und Radweg fahren, im weiteren Verlauf auf einem markierten Radstreifen.

«Hier geht es relativ steil bergauf, was dazu führt, dass die Velofahrer langsam und je nachdem schwankend unterwegs sind», erklärte Joss. Deshalb wolle man ihnen extra Platz bieten.

Daneben kommt es an den drei Kreuzungen Giebenacherstrasse, Mühlegasse und Gestaltenrain zu leichten Veränderungen: An der Giebenacherstrasse wird die Lichtsignalanlage saniert, an der Mühlegasse eine neue Lichtsignalanlage (mit Fussgängerstreifen) erstellt und am Gestaltenrain der Verlauf der Strasse verändert.

«Hier geht es darum, die Kreuzung an die aktuellen Verkehrsverhältnisse anzupassen», sagte Joss. Die Kreuzung würde häufig von Bussen und Lastwagen befahren. «Ihnen wird mehr Platz gewährt, ein Kreuzen daher sicherer und die Einfahrt in die Landstrasse vereinfacht», so Joss.

Der Projektleiter rechnet mit einer Bauzeit von knapp zwei Jahren. Los geht es am Montag mit Kanalisationsarbeiten beim Violenbach. Im Februar erreichen die Arbeiten dann die Landstrasse.

Die Bauarbeiten werden in zwei Abschnitten ausgeführt, je eine Seite der Strasse zur gleichen Zeit. Während der Bauzeit bleibt die Strasse – eine kantonale Hauptverkehrsachse – jedoch meist zweispurig befahrbar.

Möglichst wenig Ampeln

Nur bei den Arbeiten an den Kreuzungen plane man mit Lichtsignalanlagen oder Verkehrsdienst, sagt Joss. Dies, um «überproportionale Staubildungen zu verhindern». Da die Trottoirs als Fahrbahn genutzt werden, besteht für die Fussgänger eine Umleitung durch das Quartier.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund neun Millionen Franken. Die Gemeinde zahlt 6,7 Millionen Franken, wobei darin die 1,8 Millionen für die Sanierung der Wasser- und Abwasserleitungen eingerechnet ist. «Diese sind zum Teil 120 Jahre alt und müssen dringend saniert werden. So geht alles in einem zu», sagte Gemeinderat Heinz Hassler.

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