Rheinfelden
Salmenpark: Grünes Licht für 100 weitere Wohnungen

Stadt und Bauherrin einigen sich in Sachen Salmenpark – die Baueingabe für die zweite Etappe folgt noch in diesem Jahr. Insgesamt entstehen noch einmal 100 Wohnungen für rund 60 Millionen Franken.

Nadine Böni
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Bald folgt die zweite Bau-Etappe beim Salmenpark.

Bald folgt die zweite Bau-Etappe beim Salmenpark.

Nadine Böni

«Ja, es gibt eine Einigung», sagt Thomas Kraft, Direktor Asset Management bei der PSP Swiss Property. Das Immobilien-Unternehmen ist Eigentümerin des Areals und Bauherrin beim Salmenpark. Die erste Etappe der Gross-Überbauung mit fast 150 Wohnungen sowie Büro- und Verkaufsflächen wurde im Sommer abgeschlossen. Nun gibt es also auch grünes Licht für die zweite Etappe.

Während Monaten hatten Stadt und Bauherrin an der Form der Überbauung gearbeitet. Thomas Kraft spricht von einem «kooperativen, konstruktiven Prozess» mit dem Beirat Stadtentwicklung. Geeinigt hat man sich nun auf ein leicht abgeändertes Projekt: differenzierte Gebäudeform, andere Umgebungsgestaltung, veränderte Wohnungsgrundrisse.

Der Zeitplan sieht nun eine Baueingabe noch in diesem Jahr vor. Das bisher von den Architekten überarbeitete Projekt muss auch von den anderen Planern angepasst werden. «Nach der Eingabe ist alles abhängig von der Dauer des Bewilligungsprozesses», sagt Kraft. «Aber es ist eine möglichst schnelle Realisierung der zweiten Etappe vorgesehen.»

Keine Gewerbeflächen mehr

Die zweite Etappe ist einiges kleiner als es die erste Etappe war. Sie sieht westlich der bis im Sommer erstellten Überbauung vier weitere Gebäude vor. Insgesamt entstehen noch einmal 100 Wohnungen. Die Kosten für die zweite Etappe betragen rund 60 Millionen Franken.

Büro- und Verkaufsflächen, wie sie noch in der ersten Etappe erstellt wurden, wird es keine mehr geben. Gemäss Gestaltungsplan für das Areal, der bereits vor über zehn Jahren gemacht wurde, bestünde eigentlich diese Möglichkeit. «Wir haben allerdings früh gesehen, dass der Bedarf an Büroflächen nicht mehr gross ist», sagt Kraft.

Bestätigt wird diese Einschätzung bei den mehreren tausend Quadratmetern an Büro- und Verkaufsflächen in der bereits erstellten Überbauung. «Es ist eine Belebung zu spüren, seit das Projekt fertig ist. Offensichtlich gefällt das Ergebnis», sagt Kraft. Noch immer gibt es allerdings freie Flächen.

Bedarf bei Wohnungen

«Mit Vermietung und Verkauf der Wohnungen sind wir zufrieden. Bei Gewerbe und Büro naturgemäss weniger», sagt Kraft, betont allerdings: «Wir wussten auch, dass das Umfeld schwierig ist und dass wir Geduld haben müssen.» Schon bevor die konkreten Planungen für die zweite Etappe angegangen wurden, war daher klar, dass sie nur aus Wohnungen besteht. Denn dort sieht die Bauherrin in Rheinfelden durchaus noch Potenzial, was den Bedarf angeht.

Dafür spreche die gute Nachfrage nach den bereits erstellten knapp 150 Wohnungen. «Mehr als 75 Prozent der 36 Mietwohnungen sind vermietet, mehr als 80 Prozent der 113 Eigentumswohnungen verkauft», so Kraft.