Laufenburg
Salm an Land: Die Fasnacht in Laufenburg hat begonnen

Einst war die Fischerei der Haupterwerb der Laufenburger Bevölkerung. Daran erinnert heute der Brauch der Salmlandung der Narro-Altfischerzunft jeweils am dritten Faissen.

Marc Fischer
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Tschättermusik
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Salmanladung in Laufenburg
Tambouren-Nachwuchs
Offizielle Fasnachtseröffnung
Närrischer Nachwuchs
Fasnacht macht hungrig

Tschättermusik

AZ

Auf drei Weidlingen glitten die Narronen auch gestern den Rhein hinunter, unter einem Brückenbogen durch und brachten den grossen Salm – im Netz gefangen – sicher ans Ufer der Codman-Anlage in der minderen Stadt.

Anlandung vor viel Publikum

Begleitet wurde die Szenerie von lauten «Narri, Narro»-Rufen. Weither hörbar initiiert von den Narronen auf den Weidlingen und beantwortet von den vielen Fasnächtlern und Schaulustigen, die sich in der Codman-Anlage und auf der alten Rheinbrücke versammelt hatten.

Schon vor der Salmanlandung war eine Kindertschättermusik durch die Gassen der Altstädte beidseits des Rheins gezogen und so warteten auch viele Kinder freudig auf die Ankunft des Fisches, der in früherer Zeit, das tägliche Brot der Laufenburger Bevölkerung darstellte.

Einmal am sicheren Ufer angelangt, zogen die Mitglieder der Narro-Altfischerzunft im historischen Plätzlikleid im Rhythmus der Tschättermusik zum Marktplatz der mehreren Stadt, gefolgt von zahlreichen Fasnächtlern.

Dort übernahmen die Narren dann für die Zeit bis Aschermittwoch offiziell die Herrschaft über die beiden Laufenburg. Die beiden anwesenden Stadtoberhäupter Rudolf Lüscher (CH) und Ulrich Krieger (DE) wünschten allen Anwesenden eine schöne närrische Zeit, nachdem sie zuvor in einem von den Salmfängern ausgedachten Spiel versucht hatten, die Stadtkassen zu füllen.

Schliesslich eröffneten die Stadtoberhäupter gemeinsam mit den Verantwortlichen von Narro-Altfischerzunft und Salmfängern die diesjährige Fasnacht. Claus Epting, Zunftmeister der minderen Stadt, forderte die Narrenschar auf: «Lassen wir es richtig krachen, das Leben ist sonst schon ernst genug.» Franz Obrist, ehemaliger Zunftmeister der mehreren Stadt, doppelte nach: «Feiert schön – aber teilt es richtig ein: Bis zum Mittwoch müsst ihr jeden Tag feiern.» Zur Bestätigung schallte erneut ein dreifaches «Narri, Narro» durch die Gassen.