Freilichttheater
«s'Marei»: Freilichttheater im Steinbruch Gansingen

Zigeunermusik erklingt über dem Steinbruch Röt in Gansingen. Mit «s'Marei» entsteht zurzeit wohl eine der aufwändigsten Theaterproduktionen der beiden Theatervereine Gansingen und Hottwil. Die rund 40 Laienschauspieler bereiten sich vor.

Susanne Hörth
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«s'Marei»
9 Bilder
Blick auf die Bühne
Regisseur Robert Oeschger
Bühne auf mehreren Ebenen
Autor, Choreografin und Regisseur
Der Steinbruch ist auf drei Ebenen eine Theaterbühne
In dieser Steinbruchwand wird gepspielt
Die Schauspieler tanzen sich warm
Blick über das Tal

«s'Marei»

Zigeunermusik erklingt über dem Steinbruch Röt in Gansingen. Am Fusse der Sandsteinmauer tanzen und singen ausgelassen Kinder, Frauen und Männer. Einige Sippenmitglieder sind am Scherenschleifen, andere am Herstellen von Seilen. Ein junges Mädchen beobachtet von oberhalb des Steinbruchs das fröhliche Treiben. Wie schön wäre es doch, dazu zu gehören, Teil dieser lebensbejahenden Gesellschaft zu sein. Die Liebe zum Zigeunermann Jubbiten öffnet für das Bauernmädchen Marei die Türe in diese Welt, aber auch in eine Zukunft voller Aberglaube, Leid sowie Streit zwischen den Dorfbewohnern und Zigeunern. Die Zuschauer dürfen sich schon heute auf ein spannendes aussergewöhnliches Spektakel freuen.

Unermüdlicher Einsatz

Das Projekt Freilichttheater ist auch ein Beweis dafür, mit welch grossem Engagement und unermüdlichem Einsatz von ganz vielen Leuten etwas Grossartiges entstehen kann. Seit der Gansinger Thomas Senn, langjähriger Regisseur des Theaters Hottwil, erste Visionen eines gemeinsamen Freilichttheaters geäussert hat, ist sehr viel geschehen. Senn selber hat aus einer alten Sage, angepasst auf die Örtlichkeiten in Gansingen das Drehbuch verfasst. Urs Erdin schrieb die dazugehörende Musik für das an den Aufführungen live spielende, fünfköpfige Orchester und Steinbruchbesitzer André Obrist stellte «die Bühne» gratis zur Verfügung.

Eine Meisterleistung hat inzwischen auch das Bauteam unter OK-Mitglied Thomas Szabo vollbracht. Der Steinbruch ist in den zurückliegenden Wochen mehr und mehr zu einer Bühne mit drei Ebenen geworden. Zahlreiche Holzbauten, Treppen, Abschrankungen und vieles mehr wurden errichtet. Stets präsent bei all den Arbeiten sind die Sicherheitsvorkehrungen.

40 Laienschauspieler

Obwohl schon viel einstudiert und geprobt, so gilt es für die rund 40 Laienschauspieler (viele von ihnen haben Doppelrollen) unter Regisseur Robi Oeschger und Choreografin Katharina Schmid noch unzählige Feinheiten auszuarbeiten. Auch die Licht- und Tontechnik verlangen den Spezialisten viel ab.

Die az konnte sich in dieser Woche bei einem Probebesuch überzeugen, dass das grosse Freilichtspektakel auf einem sehr guten Weg ist. Trotz der haufenweise Arbeit ist die grosse Zufriedenheit aller deutlich spürbar. Zufrieden sind OK-Präsident Thomas Leu und Oliver Kalt, zuständig für Werbung und Presse, zudem mit dem Vorverkauf. Von den geplanten acht Vorstellungen mit je 400 überdachten Tribünenplätzen sind zum heutigen Zeitpunkt bereits 90 Prozent ausverkauft. Die OK-Mitglieder sind bemüht, an alles zu denken. «Einzig das Wetter können wir nicht beeinflussen», so Präsident Leu.

Vom 18. August bis 1. September erleben die Zuschauer die Liebe von Marei und Jubbiten, Hexenritt, Intrigen und vieles mehr im Steinbruch Röt in Gansingen.

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