Sisseln

Rund 10'000 Besucher mehr als im Vorjahr dank neuer Attraktivitätsangebote

Susanne Muff, Werner Müller (unten), Andrea Andersch und Veronika Preiser freuen sich über die gelungene Schwimmbad-Sanierung. sh

Susanne Muff, Werner Müller (unten), Andrea Andersch und Veronika Preiser freuen sich über die gelungene Schwimmbad-Sanierung. sh

Das fast 40-jährige Hallenbad in Sisseln wurde vor einem Jahr für 4,5 Millionen Franken saniert. Die Investition hat sich gelohnt. Nach seiner Gesamtsanierung ist das Hallenbad zu einem beliebten Treffpunkt geworden.

Freude herrscht. Ein Blick in die Gesichter der Mitglieder der Schwimmbadkommission Sissila bestätigt: Das erste Jahr nach der Komplettsanierung des Sissler Hallenbad darf als Erfolg auf ganzer Linie verzeichnet werden. Kommissionsmitglied Andrea Andersch konnte diesen Erfolg an der Pressekonferenz von Montagmorgen in Zahlen nennen.

Seit seiner Wiedereröffnung verzeichnet das Hallenbad mit 49 941 Besuchern deren 10 000 mehr als im Vorjahr. Gross war und ist auch die Zahl der Kursangebote. Alleine die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) führt heuer zwischen März und Juni 18 Kurse durch. Zu den weiteren Angeboten gehören unter anderem Aquafit- und Baby-Schwimmkurse.

22 Schulen gehen schwimmen

Weil nicht jedes Baby oder Kleinkind schon früh und spielerisch in die Kunst des Schwimmens eingeweiht wird, verlagert sich dieses Erlernen vielfach in die Schulzeit. Gleich 22 Schulen aus dem ganzen Fricktal aber auch aus dem benachbarten Deutschland nutzen für den Schwimmunterricht jeweils an den Morgen bis zu den offiziellen Öffnungszeiten das Sissler Hallenbad.

Seit Oktober und noch bis Ende März ist das Bad jeweils am letzten Donnerstag bis nachts um 23.30 Uhr geöffnet.

Gesamtsanierung

2014 kann das Hallenbad Sisseln eine 40-jährige Betriebszeit vorweisen. In all den seither vergangenen Jahren, so Susanne Muff, ebenfalls von der Schwimmbadkommission, ist das Bad modernisiert, erweitert und wo nötig sanft saniert worden. «An einer Totalsanierung kamen wir aber nicht vorbei und so wurde 2005 eine entsprechende Kommission gegründet», so Susanne Muff.

Sie lacht, als sie sich daran erinnert, wie bei einem ersten Gedankengang die Fantasie mit den Kommissionsmitgliedern etwas durchging. Alle Wünsche zu realisieren, hätten die Kosten überborden lassen. «Wir sind in erster Linie ein Familien-Freizeit-Bad. Wir wollten das Bestehende nicht vergolden, aber deutlich verbessern. Sicherheit war stets oberstes Gebot». Im November 2009 sagten die Sissler ja zum Sanierungskredit von 4,5 Millionen Franken.

46 Meter lange Rutschbahn

Aus dem einst düsteren Ort wurde eine Licht durchflutete, zum Verweilen auffordernde Sport-, Plausch- und Geniessoase geschaffen. Wenn auch das Bad in seiner Grösse beibehalten wurde, so tragen gleich mehrere Dinge zur Attraktivitätssteigerung ein. Die neue Rutschbahn beispielsweise. Die 46 Meter lange Röhre beginnt und endet innerhalb des Gebäudes.

Die geschlungene «Rutsche», welche laut Haustechniker Werner Müller pro Stunde 120 Kubikmeter Wasser umwälzt, verläuft ausserhalb des Hauses. Gut und gerne besucht wird auch das neue Hallenbad-Bistro. Der Sauna- und Solariumbereich wurden einem sanften Facelifting unterzogen. Dank gutem haushälterischem Umgang mit den Sanierungsgeldern konnte zudem noch ein weiteres Dampfbad realisiert werden.

30 Prozent weniger Energiekosten

Wenn für den Besucher nicht sichtbar, so spielt bei einem modernen Hallenbad die Technik eine bedeutsame Rolle. Techniker Werner Müller zeigte anhand von wenigen Angaben auf, was für eine gute Wasserqualität gemacht werden muss. Das gesamte Wasser des Bades wird ständig umgewälzt, gefiltert und mit Chlor versetzt. Je nach Besuchermenge werden pro Tag rund 10 bis 25 Kubikmeter Frischwasser hinzugefügt. «Insgesamt brauchen wir heute vier- bis fünfmal weniger Wasser als früher», so Müller und erklärte, dass die Energiekosten um 30 Prozent gesenkt werden konnten.

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