Gastronomie
Rössli bleibt Rössli – Das letzte Restaurant bleibt Obermumpf erhalten

Obermumpf Das «Rössli» wird auch unter dem neuen Besitzer als Restaurant geführt. «Ein Dorfleben ohne Restaurant ist schwierig. Das gehört doch einfach dazu», freut sich Gemeindeammännin Eva Frei über den Erhalt des Gastbetriebes.

Nadine Böni
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Die Obermumpferinnen und Obermumpfer wird es freuen: Das «Rössli», das letzte Restaurant im Dorf, soll saniert und danach wieder eröffnet werden. Nadine Böni

Die Obermumpferinnen und Obermumpfer wird es freuen: Das «Rössli», das letzte Restaurant im Dorf, soll saniert und danach wieder eröffnet werden. Nadine Böni

Nadine Böni

Die Erleichterung ist Gemeindeammann Eva Frei anzuhören. Seit im Herbst bekannt wurde, dass die Liegenschaft einen neuen Besitzer hat, bangten die Obermumpferinnen und Obermumpfer um das «Rössli», das letzte verbliebene Restaurant im Dorf. «Wir haben viele besorgte Nachfragen aus der Bevölkerung erhalten. Die Unsicherheit war gross», erzählt Frei.

Nun gibt es allerdings Neuigkeiten – und es sind «ausgesprochen gute Neuigkeiten», wie Frei sagt: Das «Rössli» bleibt auch unter den neuen Besitzern ein Restaurant. Sehr zur Freude von Frei: «Ein Dorfleben ohne Restaurant ist schwierig. Das gehört doch einfach dazu.»

Restaurant wegen Sanierung zu

Die neuen Besitzer, das sind Ljubomir und Mira Klincov. Sie haben derzeit ein Unternehmen für Bodenbeläge im Baselbiet und möchten das «Rössli» dereinst als Familienbetrieb führen. Eva Frei hat sie bereits zu einem Gespräch getroffen und nach eigener Aussage einen «sehr guten ersten Eindruck» erhalten.

Selber möchten die Besitzer derzeit noch nichts sagen, geben aber einen ersten Einblick in ihre Pläne: Klincovs haben vor, das «Rössli» zu sanieren. In welchem Umfang, sei derzeit noch unklar. Das soll sich im Mai zeigen, wenn der derzeitige Wirt das Restaurant verlassen hat. Sicher ist: Das «Rössli» wird für die Sanierung wohl einige Monate geschlossen bleiben.

Der jetzige Wirt, Marco Soldati, wird das «Rössli» noch bis Ende April führen. Ihm wäre es lieber gewesen, die neuen Besitzer hätten mit ihren Plänen noch ein Jahr gewartet. Dann hätte er das Pensionsalter erreicht. «Nun muss ich noch eine Zwischenlösung suchen», sagt Soldati. Trotz diesem Dämpfer zum Schluss werde er aber nur gute Erinnerungen aus seiner Zeit als «Rössli»-Wirt mitnehmen. Während 18 Jahren hatte er im Restaurant die Gäste bewirtet. Viele waren Vereinsmitglieder, die nach der Musikprobe oder dem Training einkehrten. «Es sind in all den Jahren nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch viele Bekanntschaften und Freundschaften entstanden», sagt Soldati.

«Austrinkete» am 28. April

Auch nach dem Weggang aus dem «Rössli» werde er im Dorf wohnen bleiben. Erst einmal aber freut sich Soldati auf die letzten Wochen als Wirt. «Noch einmal alles so machen, wie immer» wolle er und dann zum Schluss ein grosses Abschiedsfest: Am 28. April findet die «Austrinkete» statt.

Für den Wirt ist es der definitive Abschied vom «Rössli», für die Bevölkerung nur ein vorübergehender. «Das Wissen, dass das Restaurant in einigen Monaten wieder öffnet, macht den Abschied natürlich einfacher», sagt Eva Frei. Im Gegensatz zum «Engel», der seit Jahren ohne Aussicht auf Wiedereröffnung zu ist, wird im «Rössli« bald wieder gewirtet.