Laufenburg

Römer hinterliessen vor 2000 Jahren in Laufenburg ihre Spuren

Hannes Burger, Regine Fellmann Brogli und Fabio Tortoli (v.l.) hinter einer Inschriftentafel eines römischen Wachtturmes. sh

Hannes Burger, Regine Fellmann Brogli und Fabio Tortoli (v.l.) hinter einer Inschriftentafel eines römischen Wachtturmes. sh

Die neue Ausstellung im grenzüberschreitenden Museum Schiff widmet sich dem Thema «Die Römer in Laufenburg, Unterirdisches aufgedeckt». Die Ausstellung beginnt am kommenden Samstag und dauert bis 1. November 2014.

In und um Laufenburg – beidseits des Rheins – lebten einst die Römer. Wenn auch diese Zeit rund 2000 Jahre zurückliegt, so ist sie nicht einfach der Vergessenheit preisgegeben.

Dafür sorgen zum einen engagierte, an der Geschichte interessierte Frauen und Männer zum anderen der Boden selbst, der immer wieder spannende römische Fundgegenstände und bauliche Überreste aus dieser Epoche freigibt.

So wurde aktuell bei der geplanten Überbauung Rhypark auf Schweizer Seite bei einem Voraushub des Baugeländes nur wenige Handbreit unter der Grasnarbe eine römische Strasse entdeckt.

Römer in Laufenburg

Die am kommenden Samstag im grenzüberschreitenden Museum Schiff beginnende Jahresausstellung widmet sich in verschiedenen Themenbereichen den Römern in und um Laufenburg.

Grosse Unterstützung, insbesondere durch das zur Verfügung stellen von selten oder gar noch nie der Öffentlichkeit gezeigten Fundgegenständen erhalten die Museumsverantwortlichen von der Kantonsarchäologie. Anfragen von Regionalmuseen seien willkommen, erklärte Regine Fellmann Brogli von der Kantonsarchäologie am gestrigen Mittwoch im Museum Schiff.

«Wir begrüssen es sehr, wenn wir regionale Museen unterstützen können. Mit solchen Ausstellungen können wir auch für die Archäologie vor Ort sensibilisieren.» Ebenfalls an der Orientierung zur kommenden Römerausstellung anwesend waren Museumspräsident Hannes Burger sowie Fabio Tortoli.

Letzterer ist Mitarbeiter der Kantonsarchäologie und massgebend beteiligt an der neuen Ausstellung. Er hat seine Masterarbeit an der Uni Basel den Römern in Laufenburg gewidmet. Die Resultate dieser Arbeit bilden den Kern der Ausstellung.

In den Museumsräumen wird ab kommendem Samstag eine bis anhin wenig beachtete römische Siedlungsstelle beidseits des Rheins in der Zeit vom 1. bis 4. Jahrhundert nach Christus in den Fokus gerückt. Eine spannende Ausstellung auch für Schulen, so Hannes Burger.

Viel Anschauungsmaterial

Mit Bilddokumentationen von Ausgrabungen, massstabgetreuen Modellen, gut erhaltene Fundgegenstände wie Siebe, Kellen, Schmuck und Keramikgefässe und vielem mehr wird den Besuchern vieles aus der römischen Geschichte näher gebracht. Zu sehen ist auch ein original grosses Zimmer, wie es zu der Römerzeit in einem herrschaftlichen Haus üblich war.

Weiter vermittelt eine wenig Quadratmeter grosse Ausgrabungsstätte mitten im Museum einen kleinen Einblick in die Arbeit der Archäologen. Von wegen Pinselwischerei, gearbeitet wird mit Schaufel und Pickel, zum Einsatz kommt auch der Staubsauger, ist von den Fachleuten zu erfahren. Das zur Ausstellung veröffentlichte Begleitheft (mehrheitlich mit Texten von Fabio Tortoli) rundet ein Stück im Museum Schiff gezeigte Laufenburger Römergeschichte rundum ab.

Ausstellung im Museum Schiff: «Die Römer in Laufenburg» vom 25. Mai 2013 bis 1. November 2014. Vernissage am 25. Mai, 16 Uhr.

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