Rheinfelden
Robi-Spielplatz eingeweiht: Ein Stück Kinderkultur ist wieder aufgebaut

Beim festlichen «Benefiz Live Rock» auf dem Robi-Spielplatz in Rheinfelden dankte der Trägerverein Schjkk den Helfern für den Wiederaufbau. Vor zwei Jahren war der beliebte Robinson-Spielplatz komplett niedergebrannt.

Catarina Martins
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Gross und Klein hatte Spass auf dem wieder aufgebauten Robinson-Spielplatz im Augarten Rheinfelden. cim

Gross und Klein hatte Spass auf dem wieder aufgebauten Robinson-Spielplatz im Augarten Rheinfelden. cim

Eine Paella, ein Abenteuerspielplatz und zwei Livebands – am Samstagabend wurde im Augarten ordentlich gefeiert.

Der Trägerverein für Schüler-, Jugend- und Kinderkultur Schjkk, der auch den Robinson-Spielplatz in Rheinfelden führt, dankte den zahlreichen Helferinnern und Helfern des Robi-Wiederaufbaus mit dem Benefiz-Konzert «Benefiz Live Rock».

Abenteuer erlebt man auf dem Robinson-Spielplatz allemal. Nicht schwindelfreie Journalistinnen beispielsweise stellt er vor eine Mutprobe.

Vor allem dann, wenn ein energiegeladener 10-jähriger Rotschopf, nennen wir ihn Robin, flink wie ein Wiesel voraus eilt und immer wieder ungeduldig «Kommst du?» ruft.

Doch nicht nur Robin hatte Spass an der Auskundschaftung aller Winkel der Hüttenstadt auf dem Robi-Spielplatz im Augarten, auch die ausgewachsenen Kinder liessen es sich nicht nehmen, grinsend durch die engen Gänge, Tunnel und Leitern zu streifen.

«Sie erleben es gerade selber: Diese Stadt macht glücklich», begrüsst Barbara Schneider, Leiterin des Robi-Spielplatzes, die geladenen Gäste. «Sie ist ein Stück Kinderkultur, die dank der Hilfe von Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen und den Kindern selbst wiederaufgebaut wurde», so die Leiterin weiter.

Mit Paella, Gemüsesticks und kühlen Getränken war für das leibliche Wohl der Anwesenden gesorgt worden. Der Verein Schjkk heuerte für das «Benefiz Live Rock» aber auch zwei Bands an, die für Feststimmung sorgten.

Den Anfang machte «Airbrush» unter dem Motto «Eigenständiger Rock aus dem Dreiländereck», danach folgte die Formation «Revolver» aus dem Oberwallis, die kultigen Cover-Rock zum Besten gab.

Jeden Tag auf der Baustelle

Auf dem Balkon ihrer Hüttenstadtwohnung beobachten drei Mädchen das Geschehen. Auch sie freuen sich über das Resultat des Wiederaufbaus. Alle drei sind zwischen 11 und 13 Jahren alt und gehören zu den vielen Kindern, die beim Wiederaufbau nach dem Brand mithalfen.

«Wir waren jeden Tag hier auf der Baustelle», erzählt die Älteste. «Am Anfang machte es uns traurig das ganze Schwarz zu sehen», fügen die beiden jüngeren Mädchen betrübt hinzu. «Doch nun haben wir die Stadt wieder», klatscht die Älteste in die Hände und die Anderen nicken eifrig.

Neue Freunde des Spielplatzes

Der zerstörerische Brand, der die Hüttenstadt vor zwei Jahren vollständig niederbrannte, brachte so auch Gutes für den Robinson-Spielplatz.

Der Spielplatz wurde einem breiteren Publikum bekannt, die Elternbesuche stiegen und der Verein gewann neue Freunde, wie Leiterin Barbara Schneider erzählt. Durch die gewonnen Spenden am Samstag wird die Stadt zudem weiter wachsen können. «Die Ideen werden uns nicht ausgehen», so Barbara Schneider augenzwinkernd.