Rheinfelden
Rheinschwimmer sind vom rettenden Ufer abgeschnitten

In einem Notfall können Rheinschwimmer in Rheinfelden nicht an Land – sie sind im Bereich der Grossbaustelle der ehemaligen Cardinal-Brauerei vom rettenden Ufer abgeschnitten. Sie müssen sich bis zum Strandbad hinuntertreiben lassen.

Walter Christen
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Beim Salmetörli ist der Zugang vom und zum Rhein verboten.

Beim Salmetörli ist der Zugang vom und zum Rhein verboten.

Walter Christen

In einem Notfall können Rheinschwimmer in Rheinfelden nicht an Land – sie sind im Bereich der Grossbaustelle der ehemaligen Cardinal-Brauerei vom rettenden Ufer abgeschnitten. Sie müssen sich bis zum Strandbad hinuntertreiben lassen und dort aus dem Wasser steigen.

Ein Leser machte die az Aargauer Zeitung auf diesen Umstand aufmerksam und schilderte sein Erlebnis: «Als passionierte Rheinschwimmer machten wir uns dieser Tage zu unserem ersten Rheinschwumm auf und stiegen beim Rheinclub Rheinfelden, wo gerade das beliebte Fischessen im Gang war, ins Wasser. Der Rhein, mittlerweile immerhin 19,4 Grad warm, ist für die Schwimmenden am schönsten im Bereich der Altstadt. Da es auf dem Inseli viele Leute hatte, entschieden wir uns, noch ein Stück weiter zu schwimmen und stiegen bei den Fischergalgen unterhalb der ehemaligen Brauerei Cardinal aus dem Wasser. Als wir aber unseren Rückweg antreten wollten, standen wir vor verschlossenen Gittertoren. Die PSP Properties AG als Bauherrschaft des neuen Salmenparks liess das ganze Areal, samt des schönen Rheinuferwegs, kurzerhand absperren und einfach jeglichen Zugang verbieten.»

Rheinschwimmer nicht erfreut

Die Rheinschwimmer und Spaziergänger sind über diese Sicherheitsmassnahme wegen der nahen Baustelle logischerweise nicht erfreut, zumal oberhalb der Stadt, beim Einstieg der Schwimmer, am Ufer nirgends vermerkt sei, dass der Rheinuferweg geschlossen ist, wie der az Aargauer Zeitung gesagt wurde.

Der az-Leser fragt sich, wie im rund 300 Meter langen, abgesperrten Uferbereich erste Hilfe geleistet werden könnte, wenn der Weg von beiden Seiten abgesperrt ist und sich die Rettungsbälle innerhalb der Abschrankungen befinden. «Unbegreiflich auch, dass gerade jetzt der Weg gesperrt ist, wo Sommerferien sind und zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer vom Strandbad her den Rheinuferweg entlang in Richtung Stadt gehen und von dort gerne den Rhein hinunter schwimmen möchten.»

Immerhin handle es sich um eine Naherholungszone, einen viel begangenen Abschnitt des vom Rheinfall bis Basel führenden, eigentlich durchgehenden Rheinuferwegs: «Als Direktbetroffene fehlt uns dazu jegliches Verständnis. Immer noch leicht unterkühlt, blieb uns nichts anderes übrig, als wieder in den Rhein zu steigen und bis zum Strandbad hinunter zu schwimmen», hielt der az-Leser fest.

Auch Fischer betroffen

Bei einem Augenschein vor Ort traf die az Aargauer Zeitung auf dem zugänglichen Abschnitt des Rheinuferwegs einen Fischer, der im abgesperrten Bereich einen Galgen für die Bärenfischerei hat. Er hofft, weiterhin zu seinem Angelplatz zu gelangen – Baustelle hin oder her.

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