Der geplante Rheinpark wird auch weiterhin nicht in den Richtplan zum Paket «Umsetzung der Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung» aufgenommen. Dies schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort auf ein Postulat des Magdener Grossrats Roland Agustoni (GLP).

In diesen Richtplan wurden bisher vier Agglomerationspärke in den Regionen Aarau, Oftringen-Zofingen, Baden-Wettingen und Brugg-Windisch aufgenommen. Der neue Jurapark, der zu einem grossen Teil im Fricktal liegt, gehört nicht dazu, weil er als regionaler Naturpark gilt.

Keine Benachteiligung des Fricktals

Der grünliberale Agustoni witterte hinter der Einteilung eine regionalpolitische Benachteiligung des Fricktals. Er reichte deshalb im Juni ein Postulat ein. Darin forderte er, den Rheinpark auf die gleiche Stufe zu stellen wie die anderen Agglomerationspärke. Der Rheinpark ist im Gebiet Möhlin-Rheinfelden-Pratteln geplant und würde gemeinsam mit dem Kanton Baselland und Deutschland umgesetzt.

Das Projekt Rheinpark ist jedoch erst angedacht und die Planung mit den verschiedenen Beteiligten erfordert viel Zeit. Genau diese Begründung führt der Regierungsrat in seiner Antwort vom 8. September auf: «Die Einteilung widerspiegelt den Planungsstand und nicht eine regionale Gewichtung.»

Schleppende Planung

Ein Grund für die schleppende Planung des Rheinparks sind die anderen Kantone. Der Aargau ist führend, was Agglomerationspärke angeht. Diese Pärke sind Naherholungsgebiete in der Nähe von grösseren Siedlungen. In den Agglomerationspärken soll die Vernetzung der naturbelassenen Gebiete aber verstärkt werden. Das soll überregional und nicht nur auf Gemeindeebene koordiniert werden.

Gemäss der Postulat-Antwort aus dem Regierungsrat laufen beim Bund momentan Abklärungen, um eine neue Parkkategorie zu schaffen, welche den Aargauer Agglomerationspärken gerecht wird. Solche Pärke sind auch im Raum Basel vorgesehen, jedoch ist die Idee noch nicht gleich weit entwickelt.

Regierungsrat steht hinter Rheinpark

Auch wenn das Projekt Rheinpark noch nicht weit fortgeschritten ist, geniesst es doch die Unterstützung der Kantonsregierung.

In der Antwort teilt sie mit, dass ein Agglomerationspark die Freiraumentwicklung im verkehrsreichen und dicht besiedelten oberen Fricktal ermöglichen würde. Dabei würde der Fokus auf die beiden Uferbereiche des Rheins gelegt werden.