Rheinfelden
Rheinfelder Wirtschaftsforum als Ideenbörse für Firmen

Erneut gelang es den Organisatoren des Rheinfelder Wirtrschaftsforums Unternehmens-Vertreter als Referenten zu verpflichten, die wirtschaftlichen Erfolg mit ungewöhnlichen Aktionen und Strategien verbuchten.

Peter Rombach
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Wirtschaftsforum in Rheinfelden
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Das Auditorium im Schützenkeller hört konzentriert zu.
Confiseur Ruedi Berner plaudert im Interview mit Moderatorin Lisa Mathys über die süssen Verführungen

Wirtschaftsforum in Rheinfelden

Peter Rombach

Das interregionale Wirtschaftsforum «Erfolgssignale» entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil im Herbstprogramm der Zähringerstadt. Erneut gelang es den Organisatoren Fabrice Müller und Rolf Zimmermann, Unternehmensvertreter als Referenten zu verpflichten, die wirtschaftlichen Erfolg mit ungewöhnlichen Aktionen und Strategien verbuchten, die sich innovativ und aufgeschlossen für Neues zeigten.

Das Motto der diesjährigen Konferenz im Schützenkeller lautete «Köpfchen, Kreativität und Swissness». Die Schirmherrschaft hatte wieder der Aargauer Regierungrat Roland Brogli übernommen.

Hohe Dienstleistungskultur

Ein Heimspiel absolvierte Martin Sonderegger, Hoteldirektor der Rheinfelder Schützen-Gruppe, die etwa 330 Mitarbeitende beschäftigt. «Die Klinik im Hotelkonzept mit hoher Dienstleistungskultur hat sich bewährt und gilt als Erfolgsmodell.» In diesem Zusammenhang verwies er auf die stationäre Psychosomatik, die Psychiatrie und die Psychotherapie, auf die Nutzung gemeinsamer Infrastrukturen, die Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro und «Rheinfelden medical». Ob das neu in die Gruppe übernommene Hotel Schiff am Rhein teilweise auch in den Kliniksektor mit einbezogen wird, liess er an diesem Abend noch offen. Das soziale Engagement des Unternehmens verschwieg er nicht und erwähnte beispielhaft die Förderung kultureller Events.

Der Confiseur Ruedi Berner, längst eine Institution in Rheinfelden, stellte das 1946 gegründete Familienunternehmen vor. «Unsere Schoggi-Produkte sind stark saisonal ausgerichtet», deutete er auf das Weihnachts- und Ostergeschäft, aber auch Herbst oder Muttertag. Als Erfolgsfaktor nannte er die Tatsache, dass aus Schokolade oder Nougat auch speziell gewünschte Kreationen hergestellt werden. Im Live-Interview mit Moderatorin Lisa Mathys erwähnte er, dass auch ein Halbfabrikat über eine Einkaufsgenossenschaft schweizweit an Confiserien, Konditoreien und Bäckereien gehe.

Es gibt sogar ein Schoggi-Museum

Seit 2010 ist die Confiserie Berner als Bio-Betrieb zertifiziert. Zu ihr gehört auch ein kleines Museum, das Einblick in die Herstellung von Schokolade, Pralinés und Bonbons gibt. «In der kleinsten Schoggifabrik der Schweiz können die Gäste miterleben, wie Schokolade hergestellt wird», unterstrich ein selbstbewusster Ruedi Berner. «Mit Spezialitäten kann man sich behaupten.» Mit dem Skihandwerk und seiner Vermarktung beschäftigte sich Simon Jacomet aus Disentis.

«Wir folgen weder Trends noch Traditionen sondern beschreiten konsequent eigene Wege bei der Konstruktion, Materialauswahl und Fertigung», lautete seine Botschaft. Pascal Jenny, Direktor von Arosa Tourismus und ehemaliger Handballprofi, hielt «Leuchtturmprojekte» wie Humorfestival oder Oldtimerrennen für wichtig, um neue Gästekreise zu erschliessen und der Hotellerie auch Einnahmen ausserhalb des alpinen Skisports zu ermöglichen. Bausteine für «positive Unternehmensentwicklungen» erläuterte Jaqueline Holzer, Professorin an der Hochschule Luzern.