Rheinfelden
Rheinfelder Schüler bauen Hotel für Wildbienen

Der Natur- und Vogelschutzverein hat gemeinsam mit einer Primarschulklasse im neuen Rheinfelder Stadtpark ein Wildbienen-Hotel zur Förderung der Artenvielfalt gebaut.

Sandra bös
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Rheinfelder Schüler am Baueneines Wildbienen-Hotels.

Rheinfelder Schüler am Baueneines Wildbienen-Hotels.

sb/key

Mehr als die Hälfte der heimischen Wildbienenarten sind gefährdet. Um zu überleben, sind sie auf Holzstrukturen angewiesen, die oft mit Insekten- und Pilzschutzmitteln behandelt werden. Die moderne Bauweise, das Ausräumen von Gärten und Parkanlagen sowie das Verschwinden alter Gebäude führen zu fehlendem Lebensraum für die Insekten.

Auch Honigbienen sind stark gefährdet, weil die Imkerei einen Rückgang erlebt, und viele von ihnen sind zudem von Parasiten geschwächt. Dass die Menschen die Bienen brauchen, um zu überleben, ist eine Tatsache. Wer bestäubt sonst die vielen Kulturen, wie zum Beispiel die Obstplantagen?

Schüler bauen für Bienen

Aus diesem Grund hat sich der Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden dazu entschlossen, mit einer Rheinfelder Primarschulklasse ein Wildbienen-Hotel zu bauen. Die Stadt hat sich bereit erklärt, dafür einen Teil des neuen Stadtparks in Rheinfelden Ost zur Verfügung zu stellen.

Gestern Dienstag trafen sich der Natur- und Vogelschutzverein und die Primarschüler im neuen Park, um das Projekt anzugehen. An einem bereits erstellten und überdeckten Gerüst machten sich die fleissigen Schüler an die Arbeit, um das Hotel für die Bienen noch am gleichen Tag fertigzustellen. An verschieden Posten konnten sie abwechselnd Löcher in Holz und Lehm bohren, Holz sägen, Mergel umschütten und so weiter. Die Schüler arbeiteten motiviert an dem Projekt und hatten grossen Spass daran. Auf dem Gerüst sammelten sich mit der Zeit immer mehr Schilf, Stroh, Holz, Holunderäste und Lehm für die Bienen.

Förderung der Artenvielfalt

Stephan Buchmüller vom Natur- und Vogelschutzverein erklärte der Aargauer Zeitung: «Es ist vor allem wichtig, dass die Löcher im Material verschieden gross sind, weil die Bienenarten nicht alle gleich gross sind. Sie legen ihre Eier in die Löcher und decken sie mit ihrem Speichel und selbst gesammelten Lehm ab. Nach ein paar Monaten schlüpfen dann die Bienen aus. Das Wildbienen-Hotel soll die Artenvielfalt fördern. Zudem werden Nisthilfen für Sandbienen angelegt. Natürlich können auch Igel und sogar Fledermäuse Unterschlupf in der neuen Kleinstruktur finden.»