Rheinfelden
Rheinfelder Gewerbeverein feiert 150-Jahr-Jubiläum mit rauschendem Fest

Gewerbeverein feiert sein 150-Jahr-Jubiläum mit einer umfassenden Chronik und einem grossen Fest.

Ingrid Arndt
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Freuen sich über die gelungene Chronik: Chris Leemann, Simone Rufli, Linus Hüsser und Albi Wuhrmann (v.l.). Ingrid Arndt

Freuen sich über die gelungene Chronik: Chris Leemann, Simone Rufli, Linus Hüsser und Albi Wuhrmann (v.l.). Ingrid Arndt

«150 Jahre alt und aktiver denn je – das ist ein besonders erfreuliches Jubiläum», bescheinigte Stadtammann Franco Mazzi dem werte-, aber stets auch zukunftsorientierten Gewerbeverein Rheinfelden an der Jubiläumsfeier. Es sei ein Verein, der mit seinen 269 Mitgliedern, seinem aktiven Vorstand, einer gut gefüllten Vereinskasse nicht nur auf absolut gesunden Füssen stehe, sondern sich auch stets neu den Anforderungen stellt für ein wirtschaftlich starkes Rheinfelden.

Regierungsrat Roland Brogli gratulierte dem Verein zum Jubiläum und zur Chronik, die pünktlich zum Fest fertiggestellt werden konnte. Er sagte, dass erst ein vertiefter Blick zurück bewusst mache, dass das Gegenwärtige nicht einfach selbstverständlich ist, sondern das Ergebnis eines kontinuierlich und klug gestalteten Prozesses sei. Der Gewerbeverein habe sich schon immer den veränderten Rahmenbedingungen angepasst und dies bis heute mit Zuversicht, Ideenreichtum und Ehrgeiz erfolgreich getan.

Eine Zeitreise

Als ein rundum gelungenes Gemeinschaftswerk der Autoren Linus Hüsser, Chris Leemann und Simone Rufli stellte OK-Präsident Albi Wuhrmann die Chronik vor. Im Team hat er als Koordinator mitgearbeitet. Wuhrmann erklärte den Werdegang, die vielen Recherchen in Archiven, Museen, Bibliotheken, alten Handwerksbüchern und Zeitungen, freute sich über die enorme Unterstützung, die sie beim Zusammentragen des Bildmaterials hatten.

Für die Texte, die einen riesigen Bogen von Zünften, den Anfängen des Gewerbevereins über die beiden Weltkriege bis hin zur Gegenwart, den Entwicklungsschwerpunkten und zu Visionen geht, war vor allem Linus Hüsser verantwortlich. Die Gespräche und Interviews führte Simone Rufli. Dem Werbegrafiker Chris Lehmann gelang es, mit 179 Fotos, Reproduktionen und Postkarten von 1880 bis jetzt eine einzigartige Bilddokumentation zusammenzutragen. Neben der Entwicklung des Handwerks spiegelt sich hier auch ein Ausschnitt der Stadtentwicklung im Zeitraum von fünf vergangenen Generationen wieder.

Von Rheinfelden aufs Matterhorn

Nach der Buchvernissage versammelte sich die Festgesellschaft hinter dem Feldschlösschen-Sechsspänner und den Trommlern und Pfeifern der Gruppe «Grainfield» zu einem fröhlich bunten Festumzug durch die Marktgasse bis hin zum Bahnhofssaal. Dort wartete ein ausgesucht feines Diner auf die Gäste.

Kurt Schmid, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes, wusste kurzweilig humorvoll in seiner Ansprache den grundsätzlichen Unterschied zwischen der Erstbesteigung des Matterhorns, auch 1865, und der Gründung des Gewerbevereins herauszustellen. Das Prädikat erfolgreich gebühre eigentlich nur dem Verein, die Bergsteiger kamen bekanntlich stark dezimiert vom Gipfel zurück.

Fritz Gloor betrachtete philosophisch die unterschiedlichen Dimensionen des Faktors Zeit, die immer schneller und schneller dahinfliegt und mit ihr der technologische Wandel. Musikalisch umrahmten die «Flying Sticks» von der Musikschule Rheinfelden/Kaiseraugst, die Formation «Grainfield» und die Stadtmusik Rheinfelden das Fest.

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