Rheinfelden
Rheinfeldens Stadtoberförster Simon Ammann geht nach Zürich

Am 1. November beginnt für Simon Ammann ein neuer beruflicher Abschnitt. Er wirkt künftig in der Abteilung Wald der Baudirektion des Kantons Zürich und leitet das Ressort Waldpflege und Nutzung.

Peter Rombach
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Stadtoberförster Simon Ammann im Wald bei einer siebenjährigen Edelkastanie, die aus dem eigenen Pflanzgarten stammt

Stadtoberförster Simon Ammann im Wald bei einer siebenjährigen Edelkastanie, die aus dem eigenen Pflanzgarten stammt

Peter Rombach

Seine Arbeiten sind vor allem strategischer und somit konzeptioneller Natur, weil er nicht mehr in der Betriebsverantwortung steht, sondern optimale Rahmenbedingungen schaffen muss.

«Intensive Praxiserfahrungen» konnte er als Stadtoberförster in Rheinfelden sammeln, wo er im Juni 2001 nach dem Studium als Chef der Forstverwaltung angefangen hatte. Zwischendurch arbeitete er noch an seiner Dissertation zum Thema «Strategisches Management im Forstbetrieb», die er im Mai 2003 abschliessen konnte. Der von ihm bislang zu verantwortende Forstbetrieb, zu dem auch Magden, Wallbach und der Staatswald gehören, bewirtschaftet rund 1500 Hektare, wobei allein 835 zu Rheinfelden gehören.

Längerer Weg zur Arbeitsstelle

Dass Simon Ammann voller Freude in der Zähringerstadt arbeitete, ist im Gespräch mit der Aargauer Zeitung zu spüren. Es sei aber an der Zeit gewesen, eine neue Herausforderung zu suchen. Dass er mit seiner Familie hier wohnen bleibt, gilt als Signal fürs Wohlfühlen. «Täglich nach Zürich zu fahren, ist ja kein Problem», strahlt er Gelassenheit angesichts des längeren Weges zur neuen Arbeitsstelle aus.

Schon bislang kümmerte sich der Stadtoberförster um Konzeptionen. Beispielhaft nennt er den Nutzungsplan Kulturland sowie den Waldentwicklungsplan. «Wir zeigen auf, wie man mit den Aspekten Erholung und Freizeit im Wald umzugehen hat; das muss in den Köpfen der Leute stärker verankert werden.» Klar, dass aus wirtschaftlicher Sicht für Ammann die Holznutzung eine grosse Bedeutung hat.
Durch gezielte Planung sieht er die Chance, etwa Seilpark oder Mountainbike-Strecke, Reiterrouten oder Grillplätze zu installieren.

Rückblickend betrachtet er den Richtplan Landschaft und Erholung als wichtigen Faktor und Herausforderung in seiner Rheinfelder Arbeit. «Die im Wald zu schaffenden Angebote müssen tragbar sein», signalisiert Ammann Toleranz. Es gehe darum, die Ansprüche aus der Bevölkerung mit dem Naturschutz in Einklang zu bringen.

Zufrieden ist er, dass sogenannte Wertholzplätze für Submissionen geschaffen werden konnten. Zur Reservatfrage, etwa die Schaffung von Altholzinseln, äussert sich Ammann eher zurückhaltend; 12 Hektare seien planerisch festgehalten. Die Eichenförderung bezeichnet er als «spezielles Anliegen». Ebenso die seit 2005 laufenden Versuche, Edelkastanien im Wald zu pflanzen. «Wir haben schöne Flächen begründet, vielleicht kann ich mich damit verewigen», schmunzelt Simon Ammann.