Rheinfelden
Über den Dächern der Stadt entsteht die Kunst für das neue Lädeli – knapp einen Monat vor Eröffnung steigt die Nervosität

Flo Schreiber und Daniel Kummli eröffnen Anfang April einen Deko-Shop in der Rheinfelder Altstadt. Die angebotenen Dekorationsartikel für drinnen und draussen stellen sie selber her. Unter anderem haben die beiden eine Leidenschaft für Fusingglas.

Nadine Böni
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Flo Schreiber (Foto) und sein Partner Daniel Kummli eröffnen Anfang April in der Rheinfelder Altstadt einen Deko-Laden.

Flo Schreiber (Foto) und sein Partner Daniel Kummli eröffnen Anfang April in der Rheinfelder Altstadt einen Deko-Laden.

Nadine Böni

Der Ausblick von der Dachterrasse an der Quellenstrasse reicht von der Brauerei Feldschlösschen über Basel am Horizont bis in den Schwarzwald. Hier über den Dächern von Rheinfelden entsteht die Kunst, die schon bald in einem Laden unten in der Altstadt angeboten werden soll. Am 3. April, dem Ostersamstag, eröffnen Flo Schreiber und sein Partner Daniel Kummli an der Kuttelgasse 7 ihr «Fusing Art». Mit dem Dekorations- und Geschenkeladen erfüllten sie sich einen Traum, sagt Flo Schreiber.

«Wir möchten damit mehr Farbe, Kreativität und Handwerk ins Städtchen bringen.»

Zum Angebot im Laden sollen Dekorationsideen für Haus und Garten, Geschenke für jeden Anlass sowie Naturdeko und Florales gehören. Wichtiger Bestandteil des Angebots sind Deko-Gegenstände aus Metall in Kombination mit sogenanntem Fusingglas. «Beim Fusing handelt es sich um eine Verschmelzung von Glas. Es ist eine alte Handwerkskunst», sagt Schreiber. Beim Fusing werden verschiedene weisse, farbige oder mit farbigem Granulat bemalte Glasstücke in einem Ofen erhitzt und miteinander verschmolzen.

Das Resultat ist immer eine Überraschung

Die Fusing-Technik hat sich Schreiber grösstenteils selbst beigebracht – und mit seiner Leidenschaft für das Kunsthandwerk inzwischen auch seinen Partner angesteckt. «Es entstehen jedes Mal Unikate», sagt Schreiber. Und: Er selber weiss trotz jahrelanger Erfahrung nie, wie das fertige Werk aussehen wird. «Der Fusingprozess im Ofen dauert zwölf Stunden. Das Resultat ist immer eine Überraschung.» Für die beiden Künstler ist das Teil der Faszination.

Bevor der Laden in der Kuttelgasse eröffnet wird, bauen Flo Schreiber und Daniel Kummli ihn in Eigenregie um. Schreiber sagt mit einem Lachen:

«Es gibt noch einiges zu tun. Aber wir funktionieren glücklicherweise gut im Stress.»

Die Präsenzzeiten im Laden werden sich die beiden Betreiber teilen und auch Kummlis Eltern werden hie und da mithelfen. Schreiber hat vor kurzem extra sein Pensum als Pfleger reduziert, Partner Kummli arbeitet im Detailhandel. «Wir werden zu Beginn sicher flexibel sein und unsere Öffnungszeiten an die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden anpassen», sagt Schreiber.

Die Aufregung steigt langsam

Nebst dem Verkauf von fertigen Werken sollen auch Kurse angeboten werden – Besucherinnen und Besucher können etwa Schweissen, Flechten oder die Montage von Fusingglas erlernen. Knapp einen Monat vor dem Start steige nun langsam die Nervosität. «Wir sind mega aufgeregt, aber in einem positiven Sinn. Es ist eine grosse Vorfreude», sagt Schreiber.

«Wir hoffen, dass wir in unserem Laden unsere Leidenschaft für das Fusing und das Handwerk zeigen und andere damit anstecken können.»