Rheinfelden
Spatenstich für Millionen-Projekt: Rohbau für Dreifachturnhalle soll bis Ende des Jahres stehen

Im Engerfeld beginnen die Bauarbeiten für die neue Sportstätte mit unterirdischer Autoeinstellhalle für rund 16 Millionen Franken. Per Ende 2022 soll sie fertiggestellt und der Stadt übergeben werden. Zunächst findet der Aushub statt, bevor im Sommer die Betonarbeiten starten.

Dennis Kalt
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16 Monate nachdem der Souverän grünes Licht gab, fand auf dem Areal Engerfeld der Spatenstich für die neue Dreifachturnhalle statt.

16 Monate nachdem der Souverän grünes Licht gab, fand auf dem Areal Engerfeld der Spatenstich für die neue Dreifachturnhalle statt.

Bild: Dennis Kalt / «Aargauer Zeitung»

Die letzte Etappe des rund 50 Millionen Franken schweren Investitionsprogramms im Engerfeld bricht an: Nach der Sanierung und Erweiterung der Schulanlage und sowie der Sanierung der bestehenden Turnhalle, fand am Dienstag der Spatenstich für die neue Dreifachturnhalle statt. 16,37 Millionen Franken bewilligte der Souverän im Dezember 2019 für das Projekt der Stoss Architekten und Gross Generalunternehmung AG aus Brugg, das die Stadt in einem Wettbewerb zum Sieger kürte.

Notwendig ist der Bau, weil die Zahl der Schüler, welche die Schulanlage im Engerfeld besuchen, in den letzten Jahren stetig gewachsen ist. Stadtrat Hans Gloor sprach in diesem Zusammenhang von einem grossen Fortschritt für die Stadt und schob nach:

«Solch eine Halle kann den Sportvereinen einen Schub geben. Wer weiss – vielleicht hören wir dereinst dann von einem erfolgreichen Verein aus Rheinfelden im Radio.»

Bereits im Februar – aus Rücksicht der Brutzeit der Vögel wegen – begannen die Rodungsarbeiten auf dem Gelände. Nun steht zunächst der Rückbau des Asphalts und die Demontage von Zäunen und Flutlichtmasten an. Bereits im Juli sollen die Aushubarbeiten abgeschlossen sein und die Rohbauarbeiten beginnen, so Stefan Eckert, Projektleiter vom Totalunternehmer Gross AG. Er sagte:

«Ende Jahr wollen wir auf dem fertigen Rohbau das Holzdach draufhaben.»

Die Fertigstellung der Dreifachturnhalle samt unterirdischer Autoeinstellhalle mit rund 60 Stellplätzen ist auf Ende 2022 terminiert. Dann soll auch die Traglufthalle – das Übergangsprovisorium – weichen und der Allwetterplatz in der ersten Jahreshälfte 2023 fertiggestellt werden, so Eckert.

Fensterfassade sorgt für Transparenz

Ein Geschoss der Turnhalle wird in den Boden versenkt. Dies ermöglicht einen wettergeschützten Zugang von der unterirdischen Autoeinstellhalle über einen Verbindungsweg, so Jann Stoos, Architekt von Stoss Architekten AG. Auf Höhe des Erdgeschosses wird in die Fassade ein Fensterband integriert.

Das umlaufende Fensterband auf Höhe des Erdgeschosses verleiht der Turnhalle Transparenz.

Das umlaufende Fensterband auf Höhe des Erdgeschosses verleiht der Turnhalle Transparenz.

Visualisierung: zvg

Die allseitig geöffnete Dreifachturnhalle wird über ein zentrales, überhöhtes, Foyer betreten. Der Eingangsbereich, der zugleich Empfangs- und Verteilraum ist, bildet das Herz der Zuschauerebene. Aus dieser Mitte heraus erschliessen sich die räumlich und akustisch voneinander abtrennbaren Tribünen. Im Norden zur Strasse gelegen entsteht ein Mehrzweckraum, im Süden zu den Allwetterplätzen ein Gymnastikraum.

Künftig wird die Turnhalle von der Kreisschule Unteres Fricktal, vom Berufsbildungszentrum Fricktal, von der Kantonalen Schule für Berufsbildung sowie von der Berufsfachschule Gesundheit und Soziales genutzt. Am Abend steht sie den Vereinen zur Verfügung.