Tour de Suisse
Rheinfelden rüstet sich für die Radprofis

Die Aufbauarbeiten für die Etappenankunft am Montag laufen auf Hochtouren. Die Gemeinde steht kurz vor dem sportlichen Höhepunkt.

Dennis Kalt
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OK-Präsident Jörg Schneider inspiziert den Aufbau der mobilen Stromkästen.

OK-Präsident Jörg Schneider inspiziert den Aufbau der mobilen Stromkästen.

Dennis Kalt

Rheinfelden steht kurz vor seinem sportlichen Höhepunkt: Am Montag werden 360 muskulöse Waden gegen 17.20 Uhr um den Sieg der dritten Tour de Suisse-Etappe entlang der Kaiserstrasse sprinten – so hofft es jedenfalls Jörg Schneider, Präsident des vierzehnköpfigen lokalen Organisationskomitees: «Ich hoffe, dass sich kurz vor dem Ziel kein Ausreisser absetzen kann. Denn ein Sprint um den Sieg treibt die Spannung für die Zuschauer in die Höhe.»

50 Zelte und eine mobile Küche

Doch momentan hat Schneider alles andere als viel Zeit, um über den Ausgang des Rennens am Montag zu philosophieren, denn: «Die Organisation für die Aufbauarbeiten läuft auf Hochtouren», sagt er und wandert dabei mit dem Finger über eine Stadtkarte, um zu zeigen, wo überall noch Infrastruktur aufgebaut werden muss: «Bis zum Montag um 14 Uhr müssen rund 50 Zelte stehen», sagt Schneider.

Dazu gehören beispielsweise die Sponsoren-Zelte der Teams am Schützen-Parkplatz, ein Vip-Zelt für den Tourtross, Zelte für den Pressebereich und eine mobile Küche für die Tour-Begleiter. Am Aufbau sind 35 ehrenamtliche Helfer und der Zivilschutz beteiligt. Daneben sind 16 Ordner der Feuerwehr und einer Spezialfirma damit beschäftigt, den Verkehr umzuleiten und den Zielbereich zu sichern.

Aufgrund der Aufbauarbeiten bleibt die Durchfahrt zwischen dem Kreisel «Salmenpark» bis zur Abzweigung Magdenerstrasse für den gesamten Verkehr von 8 bis 22 Uhr gesperrt.

«Eine grosse Herausforderung ist es, den Strom für die verschiedenen Bereiche bereitszustellen», sagt Schneider. So wurden, verteilt um die Kaiserstrasse, sieben Stromkästen aufgestellt, an denen vierspurige Kabelstränge angeschlossen sind. «Die verlegten Kabel haben eine Gesamtlänge von rund zehn Kilometern», schätzt Schneider. An diese werden unter anderem die Zeitmessung, der Medienbereich, die mobile Küche und die Küche im lokalen Festzelt angeschlossen. Ein lokales Festzelt befindet sich gegenüber dem «Schützen» und bietet Platz für rund 400 Gäste.

Budget von 150 000 Franken

«Wir sind mit unserem Budget von 150 000 Franken gut hingekommen», sagt Schneider. Ein grosser Kostenpunkt war dabei die Lizenzgebühr, um den Zuschlag für die Etappe zu erhalten. Allerdings sind diese Kosten vertretbar, sei doch die rund 90-minütigen Live-Übertragung im Fernsehen durch zwei 27 Kilometer lange Zusatzschlaufen durch das untere Fricktal für Rheinfelden und die Region «Werbung pur».

Am Dienstagvormittag präsentieren sich die Velo-Profis auf dem Schützenparkplatz, bevor sich der Tross um 12.30 Uhr durch die Bahnhofstrasse zum Rathaus an der Marktgasse begibt. Dort wird Stadtammann Franco Mazzi die vierte Etappe starten. «Es wäre schöner gewesen, das Fahrerdorf in die Altstadt zu verlegen. Dies war aber aufgrund der engen Gassen nicht möglich», sagt Schneider.