Rheinfelden
Reklamationen wegen Standaktion: Jetzt verschärft der Stadtrat die Regeln für Scientology

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Reklamationen, weil in Rheinfelden Scientologen für ihre Organisation warben. Nun hat der Stadtrat reagiert und schärfere Regeln für die Standaktionen erlassen. Sie sollen unter anderem nur noch maximal alle zwei Monate bewilligt werden.

Dennis Kalt
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Der Scientology-Stand in Rheinfelden sorgte in der Vergangenheit für Reklamationen bei der Stadt.

Der Scientology-Stand in Rheinfelden sorgte in der Vergangenheit für Reklamationen bei der Stadt.

Zvg / Aargauer Zeitung

Die Stadt Rheinfelden hat neue Regeln für Standaktionen von Scientology erlassen. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Reklamationen aufgrund der Standaktionen. Die Standaktionen der Sekte würden nun künftig maximal nur noch alle zwei Monate bewilligt.

An die Bewilligung der Standaktionen knüpft der Stadtrat ausserdem diverse Auflagen. So darf der Standplatz nicht verlassen werden, was das Patrouillieren für die Anwerbung von Passanten verhindern soll, wie aus dem Protokoll des Stadtrats hervorgeht:

«Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich im Umfeld des Standes so zu bewegen, dass die Zugehörigkeit zum Standplatz erkennbar ist.»

Zudem muss der Standplatz auf allen Seiten für alle Passanten klar ersichtlich mit dem Schriftzug «Scientology» gekennzeichnet sein. Die erforderliche Beschriftung hat auf einer Tafel/Fläche in der Mindestgrösse von 100 auf 40 Zentimetern und mit einer Schrifthöhe von mindestens 20 Zentimetern zu erfolgen.

Scientologen müssen sich ausweisen

Mitarbeitende des Standes müssen mit einem Personenschild angeschrieben sein. Auf diesem müssen, nebst «Scientology», Name und Vorname der Person stehen. Passanten dürfen nicht «in unzumutbarer Weise gestoppt oder belästigt» werden. Sobald ein Passant kundtut, dass er nicht angesprochen werden möchte oder die ihm zugetragene Meinung ablehnt, habe der Standmitarbeitende auf weitere Anwerbebemühungen zu verzichten.