Rheinfelden
Neue Attraktion am Fluss: Der Rheinuferrundweg bietet neben schönen Ausblicken auch viele Informationen

Mehrere hunderttausend Franken hat die Aufwertung gekostet, jetzt ist der neue Rheinuferrundweg in Rheinfelden – mit Ausnahme der Brown-Nizzola-Plattform – fertiggestellt. Auf Schweizer Seite wurden drei, auf deutscher Seite zwei Projekte umgesetzt.

Horatio Gollin
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v.l. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, Stadtammann Franco Mazzi, Monica Linder-Guarnaccia (IBA) und Jörg Reichert (Energiedienst) freuen sich über die Fertigstellung des Rundwegs.

v.l. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, Stadtammann Franco Mazzi, Monica Linder-Guarnaccia (IBA) und Jörg Reichert (Energiedienst) freuen sich über die Fertigstellung des Rundwegs.

Horatio Gollin

Am Rhein flanieren, verweilen und in den Sommermonaten ein kühles Bad nehmen – all diese Aktivitäten sind bei der Bevölkerung der Region sehr beliebt. Dabei gibt es nun eine neue Attraktion: «Der Rheinuferrundweg ist fertiggestellt», teilte der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi anlässlich einer Medienkonferenz auf dem Inseli mit.

Die einzige Ausnahme stelle derzeit noch die Brown-Nizzola-Plattform am südlichen Brückenkopf des früheren Kraftwerkstegs dar, aber diese sei ebenfalls «auf einem guten Weg», meinte Mazzi. Der Rheinuferrundweg der beiden Rheinfelden ist ausserdem mit neuen Informationstafeln im einheitlichen Look bestückt, den eine Arbeitsgruppe der beiden städtischen Rathäuser gestaltet hat.

21 Gemeinden in drei Nationen

Der Rheinfelder Rheinuferrundweg ist Teil des Projekts «Rheinuferrundweg extended», das die beiden Städte vor zehn Jahren zu Beginn der internationalen Bauausstellung Basel (IBA) 2020 initiiert hatten. Franco Mazzi erinnerte daran, dass zunächst der Rheinfelder Rheinuferrundweg als Projekt bei der IBA eingereicht worden war – aber dort das grössere Potenzial der Idee erkannt wurde. Die beiden Rheinfelden gewannen in der Folge 21 Gemeinden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz als Teilnehmer des IBA-Projekts. Mazzi:

«In beiden Städten haben wir dann überlegt, wie wir den bestehenden Rheinuferrundweg mit Attraktionen aufwerten können.»

Im Schweizer Rheinfelden wurden schliesslich drei Teilprojekte ins Leben gerufen: die Neugestaltung der Unterführung beim Grand Hôtel des Salines, eine Aussichtsplattform mit Blick auf das Kraftwerk sowie die Brown-Nizzola-Plattform.

Für die Neugestaltung und Aufwertung der Unterführung beim Grand Hôtel des Salines meldeten sich ursprünglich 55 Interessenten. 27 Teilnehmer stellten sich schliesslich dem Wettbewerb, bei dem eine Jury die mittlerweile schon realisierte Gestaltung auswählte. Die Kosten für die Massnahme betrugen 205'000 Franken, wovon 88'000 Franken über das Aggloprogramm der IBA gefördert wurden.

Als zweites Teilprojekt wurde ein Weg und eine Aussichtsplattform mit Blick auf das Wasserkraftwerk für 55'000 Franken angelegt, wobei 20'000 Franken über das IBA-Aggloprogramm zugeschossen wurden.

Die Brown-Nizzola-Plattform, die an die Strompioniere Agostino Nizzola und Charles Brown erinnert, ist mit 290'000 Franken das teuerste Teilprojekt, bei dem mit einer Förderung von 50'000 Franken über das Interreg-Programm und 130'000 Franken über Dritte gerechnet wird.

Die Rheinliebe als wichtige Komponente

Der Rheinfelder Rheinuferrundweg zeichne sich heute sowohl durch naturbelassene Teilstücke als auch durch Technik und bebaute Umgebung aus, meinte Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister in Badisch-Rheinfelden.

Herzen auf Uferweg stehen symbolisch für die Rheinliebe.

Herzen auf Uferweg stehen symbolisch für die Rheinliebe.

Horatio Gollin

Das Thema Energie war dabei immer im Fokus der Planer, aber mit dem IBA-Projekt kam eine weitere Komponente ins Spiel: die Rheinliebe. Eberhardt sagt dazu:

«Der Rheinuferrundweg wird nicht nur durch die Landschaft charakterisiert, sondern auch durch die Menschen.»

Auf deutscher Seite wurden zwei Teilprojekte realisiert. Das «Sunnebuggele» als neuer Begegnungsort und eine Kanustation am Haus Salmegg. Insgesamt belief sich die Projektsumme auf deutscher Seite auf 180'000 Euro, von denen 126'000 Euro über das Interreg-Programm gefördert wurden. Die Fördersumme war wegen des Vorbildcharakters für das Projekt sogar über das normale Mass hinaus erhöht worden.