Rheinfelden
Nach Kündigung: Foodsharing-Station braucht neues Zuhause

Der Bahnhofskiosk in Rheinfelden wird ausgebaut, mit Konsequenzen für «Madame Frigo»: Die Foodsharing-Station muss einem Lagerraum weichen. Die Stationspatin Béa Bieber sucht nun mit ihren Mitinitianten einen Alternativstandort.

Nils Hinden
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Foodsharing-Station in Rheinfelden sucht neue Bleibe

Foodsharing-Station in Rheinfelden sucht neue Bleibe

Nils Hinden/Aargauer Zeitung

Die Foodsharing-Station «Madame Frigo» steht in einer leerstehenden Telefonkabine am Rheinfelder Bahnhof. Im Juni 2020 wurde die Station auf Initiative eines fünfköpfigen GLP-Lokalpolitikerteams eröffnet. Wichtig zu wissen: «Madame Frigo» ist ein Kühlschrank und hat die Aufgabe Foodwaste zu bekämpfen.

Die Idee ist simpel: Essensreste, die sonst im Abfall landen, können in einem öffentlichen Kühlschrank deponiert werden, wo sie dann von Passanten abgeholt und verwertet werden können. Davon soll die Umwelt wie auch Geber und Nehmer profitieren. Wie auf der Website von «Madame Frigo» steht, sind so bis heute 90 Kühlschränke von ihnen platziert worden.

Béa Bieber wartet als Stationspatin und Mitinitiantin den Standort Rheinfelden. Sie sagt:

«Wir bekommen ausschliesslich positive Rückmeldungen».

Also eigentlich alles gut? Nicht ganz: Vor zwölf Tagen wurde den Initianten um Béa Bieber mitgeteilt, dass die Foodwaste Station am Bahnhof Rheinfelden zum Jahresbeginn weg muss. Grund dafür ist der Ausbau des angrenzenden Kiosks. Dort wo heute der Kühlschrank steht, soll künftig eine Lagerhalle hinkommen.

Dazu sagt Béa Bieber: «Wir wussten schon länger, dass der Banhofskiosk ausgebaut wird. Wir wussten aber nicht, dass «Madame Frigo» dem Ausbau weichen muss. » Groll hegt Bieber deswegen nicht: Sie sagt, dass man sonst äusserst positive Erfahrungen mit dem Kioskbetreibern und der SBB gemacht habe. Weiter habe sich die SBB auch mehrfach entschuldigt.

Initianten suchen Alternativstandort

Trotz den Widrigkeiten: Die Foodsharing-Station ist und bleibt eine Herzensangelegenheit für Béa Bieber. So war für Sie und ihre Mitstreiter klar, dass es auch weiterhin eine «Madame Frigo» in Rheinfelden geben soll. So sind die Stationspaten nun auf der Suche nach einem Alternativstandort.

Dazu sagt Bieber:

«Wir haben schon zwei bis drei Lösungsmöglichkeiten ins Auge gefasst. Druckreif ist aber noch nichts.»

Weiter sagt Sie: «Wenn jemand aus der Bevölkerung eine Idee oder einen Alternativstandort hat, kann er sich gerne melden».

Sie hat auch bereits Visionen: Sie sagt: «Vielleicht ergibt sich mit einem neuen Standort die Gelegenheit mit Grossverteilern zusammenzuarbeiten.»

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