Rheinfelden

Rheinfelden macht Platz für rund 1000 neue Einwohner rund um den Bahnhof

Auf dem Bahnhofplatz von Rheinfelden sollen gute Empfangs- und Umsteigebedingungen geschaffen werden. zvg

Auf dem Bahnhofplatz von Rheinfelden sollen gute Empfangs- und Umsteigebedingungen geschaffen werden. zvg

Auf den Arealen um den Rheinfelder Bahnhof sollen mehrere Neubauten mit Wohn- und Gewerbenutzungen entstehen. Die Stadt prüft auch einen Lift von der Personenunterführung auf den Kapuzinerberg und eine Velostation.

Dienstleistungen und Wohnen an der Bahnlinie, Wohnen im Ronigerpark, publikumsorientierte Nutzungen entlang der Bahnhofstrasse, eine Drehscheibe der öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Bahnhofplatz und ein Neubau auf der Ostseite des Bahnhofsaals: So soll das fast 65 000 Quadratmeter grosse Bahnhofgebiet von Rheinfelden künftig genutzt werden, wenn es nach dem Strukturplan des Stadtrats geht. Das Gebiet um den Bahnhof könne so Platz für rund 1000 neue Einwohner bieten, wie Stadtbaumeister Urs Affolter am Mittwoch vor den Medien erklärte.

Mit dem Strukturplan sei die Grundlage für die künftige räumliche Neuordnung und bauliche Entwicklung im Bahnhofgebiet geschaffen worden, erklärte Stadtrat Hans Gloor. Die Stadt peilt dabei vor allem eine Aufwertung des Bahnhofgebiets an. Rund 10 000 Personen besteigen oder verlassen an einem Werktag am Bahnhof Rheinfelden einen Zug. Der Bahnhof sei damit eine Verkehrsdrehscheibe und eine Visitenkarte für die Besucher, sagte Affolter. Die Areale rund um den Bahnhof seien wichtige Entwicklungsgebiete, in den sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren viel abspielen werde.

Mittelfristig steht zum Beispiel die Neuordnung des gewerblich genutzten Areals des ehemaligen Furnierwerks an. Auf der über 16  000 Quadratmeter grossen Fläche soll ein attraktives Stadtquartier mit Gewerbenutzungen und Wohnungen entstehen. Die Zufahrt soll über den Salmenkreisel führen.

Der Güterschuppen kann durch einen Neubau mit städtebaulichen Qualitäten ersetzt werden. Für die Umsetzung ist ein Gestaltungsplan notwendig. Auf zwei weiteren Arealen muss ebenfalls ein Gestaltungsplan erarbeitet werden. Der für die Behörden verbindliche Strukturplan wurde laut Gloor in enger Zusammenarbeit mit den privaten Grundeigentümern entwickelt. In einem öffentlichen Mitwirkungsverfahren gingen 86 Vorschläge von 17 Einzelpersonen oder Organisationen ein. Die Stadt passte darauf verschiedene Punkte an.

Velostation wird geprüft

So prüft die Stadt jetzt auf Wunsch von Einwohnern einen Lift von der Personenunterführung auf den Kapuzinerberg. Die Höhendifferenz zwischen dem Bahnhof und dem Kapuzinerberg sei für ältere Menschen mühsam zu überwinden, erklärte Affolter. Die Idee, dieses Quartier mit einer Busverbindung von Wintersingen und Magden her zu erschliessen, ist laut Gloor am Widerstand des Kantons Baselland gescheitert. Der Liftbau sei «finanziell keine Utopie», aber es müssten einige technische Fragen geklärt werden, erklärte Affolter.

Von der Stadt geprüft wird auch der Bau einer bewachten Velostation in unmittelbarer Nähe der Personenunterführung. Qualitativ hochwertige Veloabstellplätze sollen Pendler ermuntern, den Weg zum Bahnhof mit dem Drahtesel zurückzulegen. Eine Möglichkeit sei es, in dieser Velostation nach dem Beispiel der Liestaler Anlage Sozialhilfeempfänger in einem Integrationsprogramm zu beschäftigen, erklärte Bauvorsteher Hans Gloor.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1