Rheinfelden
Kreisschule: Warum dieses Mal nicht alle Lehrpersonen zum Essen eingeladen waren

Die Abschlussfeier der Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) fand am Freitagabend in Rheinfelden statt. Schulleiter Beat Petermann sagte, was ihn beschäftigt und wie er damit umgeht.

Andrea Worthmann
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Die Jubilarinnen und Jubilare (v. l.).: Serkan Civi (15 Jahre), Lanfranco Angelini (25), Beat Petermann (40), Silvan Hof (20), Simone Godino (20), David von Arx (25), Gabriela Bingesser (15).

Die Jubilarinnen und Jubilare (v. l.).: Serkan Civi (15 Jahre), Lanfranco Angelini (25), Beat Petermann (40), Silvan Hof (20), Simone Godino (20), David von Arx (25), Gabriela Bingesser (15).

Bild: Andrea Worthmann

Die Kreisschule KUF umfasst neun Gemeinden und hat ihre Standorte in Kaiseraugst und Rheinfelden. Mit einer Kapazität von rund 790 Schülern und Schülerinnen sowie 90 Lehrpersonen (Stand 2019/20) wird dort dank moderner Infrastruktur erfolgreich unterrichtet.

Für die Abschlussfeier in Rheinfelden war das Wetter angenehm warm, sodass ein Apéro im Innenhof des Restaurants Zaraz an der Baslerstrasse auf den restlichen Abend einstimmte. In lockerer Atmosphäre, mit Falafelschiffchen, Taboulé und einer grossen Getränkeauswahl, begrüsste Catherine Stäuble als Mitglied der Kreisschulpflege die geladenen Gäste. Neben den zu ehrenden Jubilarinnen und Jubilaren, den scheidenden und den neuen Lehrpersonen war auch die restliche Lehrerschaft anwesend.

Auch Quereinsteiger unter den neuen Lehrpersonen

Beat Petermann, Schulleiter der Kreissschule, ist vor allem die Auswahl der neuen Lehrpersonen ein grosses Anliegen:

«Die Qualität der Lehrpersonen ist wichtiger als ein schnelles Einstellen.»

Grundsätzlich habe die KUF zwar recht wenig Fluktuation und viele treue Lehrpersonen, aber Pensionierte oder auch mal wechselnde Lehrpersonen müssen ersetzt werden. Dies sieht Beat Petermann als grösste Herausforderung, da der Markt «ausgetrocknet» sei.

Schulleiter Beat Petermann spricht zu den Anwesenden.

Schulleiter Beat Petermann spricht zu den Anwesenden.

Bild: Andrea Worthmann

Umso glücklicher ist der 65-Jährige, für das kommende Schuljahr gute und qualifizierte Lehrpersonen gefunden zu haben. Die Auswahl beinhaltet sowohl Frauen wie Männer in allen Altersklassen und sogar Quereinsteiger seien dabei. Er selbst sei auch schon pensioniert, leite und unterrichte aber nach wie vor mit Leidenschaft.

Nach 41 Schuljahren ist für Gianni Werndli Schluss

Sein Dank galt der gesamten Lehrerschaft für ihren Einsatz und ihr Engagement. Dennoch wollte Petermann einige wenige hervorheben, ohne die Anerkennung der anderen schmälern zu wollen oder weniger wertzuschätzen. Da sind zum Beispiel zwei Lehrpersonen, die nach vielen Jahre in den wohlverdienten Ruhestand gehen: Zum einen Peter Schmidt, der 35 Jahre an der KUF unterrichtete. Das Wohl der Schülerinnen und Schüler lag ihm besonders am Herzen, vor allem, was ihre Zukunft, nach dem Abschluss, anging.

Die Austretenden und Pensionierten (v. l.): Florence Herzog (Austritt), Monika Rabenbauer (Austritt + 10 Jahre) Katharina Küng (Austritt), Richie Waldis (Austritt), Gianni Werndli (Pension), Alice Urwyler (Pension), Rita Mösch (Pension). Nicht anwesend: Peter Schmid (Pension), Alexandra Wernli (Austritt).

Die Austretenden und Pensionierten (v. l.): Florence Herzog (Austritt), Monika Rabenbauer (Austritt + 10 Jahre) Katharina Küng (Austritt), Richie Waldis (Austritt), Gianni Werndli (Pension), Alice Urwyler (Pension), Rita Mösch (Pension). Nicht anwesend: Peter Schmid (Pension), Alexandra Wernli (Austritt).

Bild: Andrea Worthmann

Auch Gianni Werndli hat mit 41 Schuljahren eine beachtliche Zeit hinter sich. Petermann beschrieb ihn als sehr feinfühligen, beliebten Lehrer. «Wenn man an Schlussveranstaltungen denkt, an denen die Schüler die Lehrer auf die Schippe nehmen, dann hat man immer wieder gespürt, dass man den Werndli gern gemocht hat. Er war ein toller, zuverlässiger und kompetenter Kollege.»

Zwei Schulleiter, Silvan Hof für die Bezirksschule und Lanfranco Angelini für die Sekundarschule, feiern das 20- respektive 25-Jahr-Jubiläum und werden als kollegial und zuverlässig beschrieben. Als Vorgesetzte führen sie mit guter, klarer Linie. Beide unterrichten auch noch, was in dieser Rolle nicht selbstverständlich ist. «Wir wissen alle noch, wie es im Schulzimmer duftet, wenn die Schüler eine Prüfung geschrieben haben», sagte Petermann schmunzelnd, der selbst mit 40 Arbeitsjahren dieses Jahr zu den Jubilaren gehört.

Neue Lehrpersonen (v. l.): Martin Borner , Sinah Hürbin, Kaspar Hässig, Andrea Waldmeier, Annemarie Bürgi Fischer, Thomas Fuchs, Ramona Povhe, Nicolas Liebmann (Sekretariat). Nicht anwesend: Anja Held, Kathryn Meyer,Jessica Morena Schön, Daniela Anic (Amzovic), Emina Osmancevic, Jan Kryl, Fatma Turan.

Neue Lehrpersonen (v. l.): Martin Borner , Sinah Hürbin, Kaspar Hässig, Andrea Waldmeier, Annemarie Bürgi Fischer, Thomas Fuchs, Ramona Povhe, Nicolas Liebmann (Sekretariat). Nicht anwesend: Anja Held, Kathryn Meyer,Jessica Morena Schön, Daniela Anic (Amzovic), Emina Osmancevic, Jan Kryl, Fatma Turan.

Bild: Andrea Worthmann

Aufgrund der Coronabestimmungen fand das Essen in kleinerem Rahmen statt . Es umfasste die Jubilarinnen und Jubilare sowie die austretenden und die neuen Lehrpersonen.