Rheinfelden
Inmitten der Pandemie: Geschwister eröffnen Gastrobetrieb mit Take-away, Vespacar und Grill

Sonniges Wetter, Schnitzelbrötli und das Rheinufer liessen zur Eröffnung des «Dock 11» bei Eveline Wellauer und Andreas Probst die Kasse klingeln. Mit wechselnden Speisen wollen sie das Zähringerstädtchen kulinarisch bereichern. Parallel richten sie in der Lokalität einen Shop für regionale Produkte her.

Dennis Kalt
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Mit Take-away vom Grill eröffneten Andreas Probst und Eveline Wellauer ihr «Dock 11».

Mit Take-away vom Grill eröffneten Andreas Probst und Eveline Wellauer ihr «Dock 11».

zvg

«Ein bisschen Mut, aber auch ein bisschen Wahnsinn» – so kommentiert Andreas Probst den Entscheid, mitten in der Pandemie einen Gastrobetrieb zu eröffnen. Am Gründonnerstag war es dann für das «Dock 11» an der Rheinfelder Schifflände so weit: Er und seine Schwester Eveline Wellauer, gelernte Köchin und im Besitz des Wirtepatents, starten den Take-away-Betrieb der Bistro-Bar.

Mit dem Start zeigt sich Probst, der zuvor 25 Jahre lang im Dienst der Kantonspolizei Baselland stand, zufrieden. Er sagt:

«Wir hatten viele gwundrige und angenehme Gäste.»

Auf einem dreirädrigen Rollermobil grillierten sie etwa Würste, bereiteten Schnitzelbrötli und Forellen-Bagel zu. «Das frühsommerliche Wetter kam uns entgegen», sagt Probst. Über das Wochenende sei so auch die Altstadt des Zähringerstädtchens gut frequentiert gewesen und so manch einer habe seinen Blick mit einem Schnitzelbrötli am Ufer sitzend über das Wasser in die Ferne schweifen lassen.

Vorerst, so Probst, werden er und seine Schwester von Donnerstag bis Sonntag das Take-away-Geschäft betreiben. Dabei wollen sie kulinarische Abwechslung bieten. «Als Nächstes werden wir ein Spargel-Risotto anbieten», sagt Probst.

An den Tagen, an denen der Grill vor dem «Dock 11» ausbleibt – von Montag bis Mittwoch – sind die Geschwister mit der Einrichtung der Lokalität, die dereinst ein wenig das Ambiente einer Hafenkneipe versprühen soll, beschäftigt. «Die Bartheke und die Buffet-Einrichtung fehlen noch; für übernächstes Wochenende richten wir den Shop ein.» In diesem sollen dann unter anderem regionale Produkte angeboten werden. Darunter etwa Wein, Bier und Schnaps oder auch Waren, hergestellt von Menschen mit Behinderung in den Werkstätten der Stiftung MBF in Stein.

Vorfreude auf regulären Betrieb ist gross

Probst hofft, dass in den kommenden Wochen die frühsommerliche Witterung von vor Ostern wieder einsetzt. Er sagt:

«Dass das Take-away-Geschäft wetterabhängig ist, ist kein Geheimnis.»

Wenn dereinst der normale Restaurantbetrieb wieder möglich ist, soll das «Dock 11» sechs Tage die Woche – ausser dienstags – geöffnet sein. Neben der warmen Küche mittags und abends sollen morgens etwa Kaffee und Gipfeli angeboten werden.

Probsts Vorfreude auf den regulären Betrieb ist gross: «Die Lokalität und die Stadt bieten ein grosses Potenzial.» Neben den Bewohnern Rheinfeldens denkt er etwa auch an die Leute aus der Region, die durch die Altstadt flanieren – und an die Basler Personenschifffahrt, die in Sichtweite anlegt und für einen Schwung Tagestouristen sorgt.

Bis dahin muss er sich jedoch noch – zumindest – einige Wochen gedulden. Dies sei aber finanziell weniger tragisch: «Im Wissen um die Situation haben wir so kalkuliert, dass uns das Wasser nicht gleich bis zum Hals steht», sagt Probst. Zudem geniesst Probst derzeit das Gefühl, dass er sich mit einem eigenen Gastrobetrieb am Ufer Rheinfelden einen lang gehegten Traum erfüllt hat.