Rheinfelden

Rheinfelden: Gehts um grenzüberschreitende Kultur, wird die Koordination vermisst

Kulturamtsleiter Claudius Beck präsentiert das Jahresprogramm. Foto: ROM

Kulturamtsleiter Claudius Beck präsentiert das Jahresprogramm. Foto: ROM

Die Koordination mit der deutschen Seite wird vermisst, wenn es um grenz überschreitende kulturelle Angelegenheiten geht. Das glaubt der Leiter des Kulturamts.

Die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit erscheint aus der Sicht von Rheinfelden-Baden «etwas schwierig», wie sich Claudius Beck, im Rathaus Leiter des Kulturamts, an der Vorstellung der Aktivitäten in diesem Jahr äusserte. Auf Schweizer Seite gebe es zwar viele Anstrengungen, überwiegend durch Einzelpersonen, lobte er. Doch vermisse er eine Koordination im Detail mit der deutschen Seite. Die Zusammenarbeit auf der Basis des Kulturmagazins beider Städte funktioniere allerdings gut.

«Etwas gemeinsam unternehmen»

Mit Blick auf Veranstaltungen habe sich gezeigt, dass die Jugendlichen eher nach Zürich oder Basel orientiert seien, Rheinfelden eher abseits bleibe. «Es wäre spannend, das eine und andere gemeinsam zu unternehmen», so der Kulturamtsleiter.

Er hatte sich vorgenommen, in diesem Jahr bei den Veranstaltungen etwas kürzer zu treten. «Ich denke, wir haben ein relativ durchwachsenes Programm», bemerkte er voller Genugtuung. Das leidige Thema Geld indes sei kaum spürbar. Was Beck zusammengetragen hat, lässt auf ein hoch qualitatives Freizeitvergnügen mit namhaften Künstlern hoffen. Er bedauerte, in der Region keinen ernstzunehmenden Veranstaltungsanbieter zu haben, «weil hier kein Geld zu verdienen ist».

Generell ist Becks Blick auf die Finanzen gerichtet. 160000 Euro umfasst das Budget 2011 für Veranstaltungen. Auferlegt wurde ihm, 60000 Euro zu erwirtschaften, sodass die Gemeinde noch 100000 Euro beizutragen hätte. Durch ein Sponsoring verfügt Beck hingegen noch über weitere 10000 Euro.

Ein besonderer Schwerpunkt wird mit sieben Ausstellungen gesetzt, welche Künstler aus der Stadt und der Umgebung bestücken. Willi Raiber aus Degerfelden ist einer von ihnen, der erstmals seine in über Jahrzehnten entstandenen Karikaturen und Cartoons zu Politischem und allzu Menschlichem im Rathaus zeigt.

Beendet wird die Kunstausstellung «When I’m Sixty-Four» von Kurt J. Rosenthaler aus dem schweizerischen Rheinfelden am 20. März; der Kunstschaffende und freie Journalist präsentiert quasi sein Lebenswerk im Stadtmuseum RheinfeldenBaden.

Einen neuen Weg möchte man mit «Tandem» beschreiten. Jährlich soll ein Rheinfelder Künstler einen anderen Künstler vorstellen. Von Mai bis Juli wird Ruth Loibl, zusammen mit Katrin Kunz aus Möhlin, ausstellen. Beide konzentrieren sich auf das Spiel von Licht und Schatten, den Kontrast von Schwarz und Weiss und die Abstufung der Grauwerte zwischen den Polen. Dennoch kommen in ihren Werken zwei ganz unterschiedliche zeichnerische Positionen zur Geltung, die in der Ausstellung für Spannung, Gesprächsstoff und vielfältigen Augenschmaus sorgen.

Das 5. Strassentheaterfestival

Zur Brückensensation, dem 5. internationalen Strassentheaterfestival, ist komplettes Umdenken angesagt, weil Inseli und Rheinbrücke durch den Kanton Aarau und die Stadt umgebaut werden. Deshalb findet die Veranstaltung im Stadtpark und rund ums Haus Salmegg am badischen Rheinufer statt.

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