Rheinfelden
«Frösche lauter als ein Presslufthammer»: Anwohner fürchtet um seinen Schlaf

Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden plant eine ökologische Aufwertung mit Weihern neben der Siedlung «Alte Saline». Die Bewohner fürchten der quakenden Frösche wegen um ihre Nachtruhe.

Dennis Kalt
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Am nordöstlichen Rand der Siedlung «Alte Saline» befindet sich die Parzelle, die der NVR erwerben und ökologisch aufwerten will.

Am nordöstlichen Rand der Siedlung «Alte Saline» befindet sich die Parzelle, die der NVR erwerben und ökologisch aufwerten will.

Zvg

Das Projekt des Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden (NVR) zur ökologischen Aufwertung am nordöstlichen Rand der «Alten Saline» in Rheinfelden bereitet Christoph Heid Bauchschmerzen. Der Grund: Heid, der angrenzenden an das Projektgebiet wohnt, macht sich um seine Nachtruhe Sorgen. Denn unter anderem plant der NVR dort zwei Weiher geplant. Heid sagt:

«Der NVR will dort den Wasserfrosch ansiedeln. In der Balzzeit quaken die Männchen lauter als ein Presslufthammer.»

Vor dieser Lärmbelästigung wäre nicht nur er, sondern auch 17 weitere Parteien betroffen, die direkt angrenzen an die Parzelle wohnen.

Doch bevor der NVR die entsprechende Parzelle ökologisch aufwerten kann, muss der Vereine diese zunächst erwerben. Hierfür erteilten die Mitglieder des NVR ihrem Vorstand an der Generalversammlung von Freitagabend grossmehrheitlich die Kompetenz. Vorstandsmitglied Béa Bieber sagt: «Für uns ist dies eine Chance aus diesem Stück Land ein Teil der ökologischen Infrastruktur Rheinfeldens zu machen.» Derzeit befinde sich die Parzelle, auf der Wildwuchs herrsche, in Privatbesitz.

Zu der Generalversammlung eingeladen hat der NVR auch Projektkritiker und Nichtmitglied Heid. Gemäss Bieber sei es dem NVR ein wichtiges Anliegen, kritische Stimmen einzuholen und anzuhören. Sie sagt:

«Wir können die Bedenken nachvollziehen. Wir wollen den Raum so gestalten, dass es für alle Parteien eine vertretbare Lösung gibt.»

Gemäss Heid sei er mit seinem kritischen Vortrag auf Gehör bei einigen NVR-Mitgliedern gestossen. «Leider hat der Vorstand Rückfragen der Mitglieder an mich zurückgebunden», sagt Heid.

Projektgegner wird miteinbezogen

Am nächsten Tag, so Heid, habe er jedoch einen Anruf von Bieber erhalten, die ihm zugesichert habe, dass er als Vertreter der Anwohnerschaft miteinbezogen werde, wenn es an die konkrete Projektplanung gehe. Bieber betont: «Wir sind von Anfang an fair und korrekt gewesen und werden es auch weiterhin sein.»

Bevor der NVR die rund 2570 Quadratmeter grosse Parzelle überhaupt kauft, führt er auf dem Areal eine Schadstoffanalyse durch. So ist die Parzelle aufgrund der industriellen Vergangenheit im Kataster für belastete Standorte eingetragen.

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