Fricktal
Rheinfelden: Der grosse Wunsch nach einer neuen Buslinie

Die Quartiere Engerfeld und Kapuzinerberg sind derzeit nicht vom öffentlichen Verkehr erschlossen. Eine Aktionsgemeinschaft formiert sich, Urs Jost startet eine Unterschriftensammlung.

Peter Rombach
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Steiler Stadtweg am Kapuzinerberg lädt nicht zum Flanieren ein. ach

Steiler Stadtweg am Kapuzinerberg lädt nicht zum Flanieren ein. ach

bz Basellandschaftliche Zeitung

Das Problem kam neu auf den Tisch, seit der Gemeinderat über den Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) diskutieren lässt. Das Werk befindet sich derzeit in der Vernehmlassung, bis 20. März können noch Ideen oder konkrete Optimierungsvorschläge in der Bauverwaltung eingereicht werden. Diesen Schritt ist bereits Urs Jost gegangen, der auf dem Kapuzinerberg am Maienweg wohnt.

Er hatte vorab das Gespräch mit Verkehrsstadtrat Hans Gloor und Bauverwalter Franz Ressnig gesucht und den Wunsch vorgetragen, die Quartiere Engerfeld und Kapuzinerberg mit einer neuen Buslinie zu erschliessen. «Hier wohnen viele ältere Menschen, die auch gerne mit dem öV ins Städtli oder allgemein zum Einkaufen, zu Ärzten oder kulturellen Veranstaltungen fahren möchten», beschreibt Urs Jost die Situation.

Eine Busverbindung im Halbstundentakt

Er hält es für wichtig, bei der Suche nach Lösungsvarianten mit der Behörde gut zusammenzuarbeiten. Sein Eindruck: «Die Stadt ist bereit, etwas zu machen.»

Die steilen Aufstiege wertete er speziell für ältere Leute als Problem, sei es vom Bahnhof her oder im Bereich des Stadtwegs. «Eine Busverbindung im Halbstundentakt könnte Abhilfe schaffen», meint Urs Jost. Dem Gemeinderat legte er schon mal ein Papier mit Varianten für eine Linienführung vor. «Das ist sicherlich nicht in Stein gemeisselt, sondern eine Diskussionsgrundlage.»

Im Mitwirkungsverfahren sei dies der erste Vorschlag, berichtet Jost und versichert, «wir werden dranbleiben». Er könne sich vorstellen, dass der neue Bus vom Stadtpark kommend direkt in das Rosengässchen einbiegt und dort eine neue Haltestelle entsteht, dass es eine Schlaufe via Spitalstrasse über Riburgerstrasse zur bestehenden Haltestelle Töpferweg und dann via Magdenerstrasse gibt. Zwischen 6 und 8 Uhr liesse sich auch ein «engerer Kurs» vom Bahnhof aus in Richtung Engerfeld fahren, um Schüler mitzunehmen.

Urs Jost unterstreicht: «Welcher Art der Bus sein soll und wo die neuen Haltestellen errichten werden sollen, ist genau zu definieren.» Trotz jahrzehntelangen Bemühungen sei bislang «nichts Brauchbares» entstanden, um den Kapuzinerberg und das Engerfeld an den öV anzubinden.

Die Diskussion um den KGV wertet er als Chance, eine Problemlösung herbeizuführen, wobei auch das Feldschlösschen als grosser Arbeitgeber und die Heilpädagogische Schule einbezogen werden müssten.

«Die Unterschriftensammlung ist gestartet», bestätigt Jost, «um den Stadtrat von Rheinfelden zu bitten, geeignete Massnahmen in die Wege zu leiten.» Handlungsbedarf bestehe, nun dürften die Weichen nicht falsch gestellt werden.

Allein an der Frage der Wirtschaftlichkeit könne eine neue Buslinie nicht scheitern. Sie bringe letztlich auch mehr Lebensqualität für ältere Menschen. Er rechne fest mit «planerischen Vorschlägen», schliesslich seien die «steilen Aufstiege» längst erkannt.