Rheinfelden
Das Sole uno verzichtet auf Öffnung der Aussenbereiche – weil dies wirtschaftlich keinen Sinn macht

Ab 1. März dürfen Thermalbäder ihre Aussenbereiche wieder öffnen. Anders als Bad Zurzach verzichtet man in Rheinfelden darauf. Sole-uno-Betriebsleiter Sven Malinowski ist enttäuscht, dass die Bäder am Montag nicht komplett öffnen dürfen – und hofft auf den 22. März.

Thomas Wehrli
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Das Warten geht weiter: Das Sole uno in Rheinfelden öffnet am Montag noch nicht.

Das Warten geht weiter: Das Sole uno in Rheinfelden öffnet am Montag noch nicht.

zvg

Die Thermalbäder dürfen ab Montag, wie die Bibliotheken und Museen, wieder öffnen – allerdings nur die Aussenbereiche. Und das macht für das Sole uno in Rheinfelden keinen Sinn. Anders als etwa das Thermalbad in Bad Zurzach verzichtet das Sole uno auf eine Teilöffnung.

«Eine Wiederinbetriebnahme, begrenzt auf den Aussenbereich, ist leider betrieblich und wirtschaftlich nicht sinnvoll», sagt Sven Malinowski, Betriebsleiter des Sole uno. Er bittet die vielen Stammgäste «um Verständnis und Geduld in dieser schwierigen Zeit».

Hoffen auf den 22. März

Und: «Mit Zuversicht blicken wir in die nahe Zukunft und erwarten eine Eröffnung ab dem 22. März.» Eine weitere Öffnung – unter anderem der Restaurant-Terrassen – hat der Bundesrat, bei günstiger epidemiologischer Entwicklung, am Mittwoch für Ende März in Aussicht gestellt.

Eine Aussicht, an die sich viele Betreiber und Geschäftsinhaber verständlicherweise klammern. Denn die letzten Monate haben ihren Betrieben finanziell zugesetzt, trotz Härtefallregelungen und Kurzarbeit.

Das ist beim Sole uno nicht anders. Trotz Kurzarbeitergeld und Härtefallregelung sei die wirtschaftliche Situation «herausfordernd», sagt Malinowski. Nach einem verlustreichen letzten Jahr fehlt dem Sole uno in diesem Jahr durch die dreimonatige Betriebsschliessung «der umsatzstärkste Zeitraum». Malinowski redet Klartext:

«Die Bad Rheinfelden AG verliert nahezu ein Drittel des Gesamtumsatzes des Jahres.»

Eine Entwicklung, die Malinowski als «besorgniserregend» bezeichnet. Umso mehr, als eine Jahresprognose derzeit schlicht nicht möglich ist. Malinowski dazu: «Dafür müssten planbare Annahmen getroffen werden können, wie beispielsweise der Zeitpunkt der Wiedereröffnung und die Entwicklung der Nachfragesituation.»

Die meisten Mitarbeitenden sind auf Kurzarbeit

Er und das Sole-uno-Team hatten denn auch gehofft, dass der Bundesrat den Thermal- und Heilbädern bereits am 1. März eine komplette Öffnung erlaubt. Zumal sich das Schutzkonzept vom letzten Jahr in der Praxis bewährt hat, wie Malinowski sagt. Hier konnten alle Angebotsbereiche – innen und aussen - betrieben werden. Er ist überzeugt:

«Vor allem durch eine Beschränkung der Eintrittskapazität, dauerhafte Kontrollen und die sehr gut funktionierende Eigenverantwortung der Gäste war und wäre ein den Corona-Auflagen entsprechender Aufenthalt möglich.»

Für die meisten der 150 Mitarbeitenden der Bad Rheinfelden AG, die das Sole uno betreibt, heisst es deshalb auch im März: Kurzarbeit. «Das Reinigungsteam, Mitarbeiter der Technik und Verwaltungsangestellte arbeiten zeitweise», so Malinowski. Er hofft, dass er den Betrieb ab dem 22. März wieder hochfahren kann. Er weiss:

«Die Mitarbeiter des Sole uno freuen sich auf eine Wiedereröffnung. Denn damit erhalten sie ein Stück Normalität zurück, die wir alle vermissen.»