Rheinfelden
Das erste Impfzentrum im Fricktal ist eröffnet – «bisher läuft alles nach Plan»

Am Montagmorgen nahm der Kanton Aargau im Rheinfelder Bahnhofsaal den insgesamt fünften Impfstandort in Betrieb, den ersten im Fricktal. In der laufenden Woche steht für knapp 500 Personen Impfstoff zur Verfügung.

Nadine Böni
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Am Montag nahm der Impfstandort in Rheinfelden den – vorerst reduzierten – Betrieb auf.

Am Montag nahm der Impfstandort in Rheinfelden den – vorerst reduzierten – Betrieb auf.

Nadine Böni

Das wertvolle Gut lagert in einer blauen Kiste in einem Kühlschrank hinter den Kulissen: Der Covid-19-Impfstoff von Moderna, der seit diesem Montag im Bahnhofsaal in Rheinfelden gespritzt wird. Seit dem Morgen ist der insgesamt fünfte Impfstandort im Kanton in Betrieb, der erste im Fricktal.

Geführt wird er vom Gesundheitszentrum Fricktal (GZF) im Auftrag des kantonalen Departements Gesundheit und Soziales. Etwa 50 Personen erhalten an diesem ersten Tag die erste Impfdosis, knapp 500 Personen sollen es in der ersten Woche insgesamt sein. Katharina Hirt, Präsidentin des GZF-Verwaltungsrats, sagt bei einer Besichtigung am Nachmittag:

«Der Betrieb ist ruhig und speditiv angelaufen, bisher läuft alles nach Plan.»

Priska Grünig, Chefärztin Medizinische Klinik und Ärztliche Leiterin der Covid-19-Taskforce des GZF, ergänzt: «Insgesamt nehmen wir eine grosse Zufriedenheit wahr.» Welcher Impfstoff gespritzt werde und ob die zweite Impfung mit demselben Stoff erfolge, seien die am häufigsten gestellten Fragen. Und auch, wann Angehörige sich ebenfalls impfen lassen könnten.

Aktuell wird in Rheinfelden der Impfstoff von Moderna gespritzt.

Aktuell wird in Rheinfelden der Impfstoff von Moderna gespritzt.

Nadine Böni

Welcher Impfstoff gespritzt wird, hängt von der Verfügbarkeit ab

Wobei gerade diese Frage nur schwierig zu beantworten ist. Derzeit kommt der Impfstoff von Moderna zum Einsatz. Gut möglich aber, dass in den kommenden Wochen auch jener von Biontech-Pfizer gespritzt wird. Das hänge von der jeweiligen Verfügbarkeit ab, so Hirt. Die maximale Impfkapazität in Rheinfelden liegt bei knapp 5000 Personen pro Woche – aufgrund der Impfstoffknappheit ist der Betrieb derzeit deutlich reduziert.

Das betonte auch Regierungsrat Jean-Pierre Gallati.

«Die Vergabe von neuen Terminen von Erstimpfungen bleibt vorerst nur eingeschränkt möglich.»

Gallati geht derzeit davon aus, dass im Aargau bis Ende Juni rund 700'000 Dosen Impfstoff verfügbar sein werden. Ob die weiteren angedachten Impfstandorte – darunter Laufenburg – nach dem bisher vorgesehenen Zeitplan eröffnet werden, hänge ebenfalls von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab. «Stand heute eröffnet der Impfstandort in Laufenburg am 22. Februar», so Gallati.

Franco Mazzi, Stadtammann von Rheinfelden, zeigt sich froh darüber, dass der Kanton nun auch im Fricktal ein Impfzentrum betreibt. «Für viele Menschen ist das eine grosse Erleichterung, dass sie sich nun in Wohnnähe impfen lassen können.» Der Ort sei gut ausgesucht, er biete genügend Platz und sei verkehrstechnisch gut erschlossen.