Rheinfelden
Repol kauft sich eine semistationäre Radaranlage für 220'000 Franken

Im unteren Fricktal hat sich die Regionalpolizei für 220'000 Franken eine semistationäre Radaranlage angeschafft um Quartierstrassen besser überwachen zu können. Die Kosten für das teure High Tech-Gerät will die Polizei selber bezahlen.

Kim Ghilardi
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Die neue semi-stationäre Radaranlage der Regionalpolizei Rheinfelden.

Die neue semi-stationäre Radaranlage der Regionalpolizei Rheinfelden.

Zur Verfügung gestellt

Die Regionalpolizei unteres Fricktal verfügt seit kurzem über eine semistationäre Radaranlage der neusten Machart, der Preis des Apparats betrug 220'000 Franken. Obschon sie einem Laien auf den ersten Blick wie ein ganz gewöhnlicher stationärer Kasten erscheint, ist die Eigenschaft «semistationär» wichtig, denn im Aargau sind stationäre Radaranlagen nicht erwünscht. Semistationäre Radaranlagen sind mobile aber unbemannte Anlagen.

Ü berwachung der Quartierstrassen
«Das Gerät dient primär der Überwachung von Tempo-30-Zonen und Quartierstrassen sowie Strassen mit Unfallschwerpunkten», erklärt der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin gegenüber der «Neuen Fricktaler Zeitung». Der Nutzen des Gerätes liege darin, dass auch schwach befahrene Strassen mit wenig Verkehr kontrolliert werden können und das bis zu eine Woche lang.

High tech für die Polizei

Die neue semi-stationäre Radaranlage der Regionalpolizei Rheinfelden ist auf dem Neusten Stand der Technik. Sogar gegen Vandalismus ist sie geschützt: Versucht jemand das Gerät aufzubrechen oder zu beschädigen, alarmiert es automatisch per SMS die Polizei.

«Vorher hätte dafür ein Polizist ausharren müssen, dabei ist die Chance gross, dass dieser eine Stunde zu früh oder zu spät gekommen wäre», bestätigt Hansueli Loosli, der Leiter der Regionalpolizei Rheinfelden. Die semistationäre Radaranlage hingegen könne ohne Betreuung tagelang an der gleichen Stelle warten und die Strassen kontrollieren, eine Tarnung der Anlage wäre möglich, sei aber gemäss Loosli nicht geplant und aufgrund der Grösse nur schwer machbar.

Kauf einstimmig beschlossen
Der Bedarf nach einem solchen Gerät war vorhanden, die Beschaffung wurde von den 15 Gemeindeammännern einstimmig beschlossen. Es sind dies die Ammänner der Gemeinden der Regionalpolizei Unteres Fricktal.

Loosli erklärt, dass 220'000 Franken als viel Geld für so eine Radaranlage erscheinen mögen, allerdings würden andernfalls einfach Personalkosten für die Überwachung der vielen Quartierstrassen anfallen «und diese sind bekanntlich der grösste Posten im Budget». Das Budget für die Bussen werde aber deswegen nicht erhöht, das Gerät werde ganz normal vom Budget der Regionalpolizei abgeschrieben.