Einmal mehr konnte Rolf Graf, Chef der Regionalpolizei Oberes Fricktal (POF), beim Jahresbericht 2010 eindrückliche Zahlen präsentieren. «Hinter all diesen Zahlen stehen Menschen, auf der einen Seite die Polizei auf der anderen Seite die Gebüssten», so der Repol-Chef am Dienstagmorgen in Frick.

Seit ihrer Gründung im September 2007 gehört die lokale Sicherheit, damit die polizeiliche Präsenz, zur Kernaufgabe der POF. Was aber ist diese lokale Sicherheit? Dazu Rolf Graf: «Wir wollen wissen, wo geht was. Wir wollen Ansprechpartner sein. Dazu gehen wir gehen raus, sind auf Patrouille.»

Präventiv wirken

Uniformierte Präsenz zeigte die Regionalpolizei in ihren 21 Vertragsgemeinden bei 2869 Quartierkontrollen. Kontrolliert werden regelmässig auch Schulanlagen. Bei diesen Patrouillen – sie finden mehrheitlich in den Abendstunden statt– gehe es primär darum, in den Kontakt mit den angetroffenen Personen zu kommen. Gemeinden beklagen vielfach Vandalenakte rund um ihre Schulen. Die Regionalpolizisten machen im Gespräch mit den mehrheitlich Jugendlichen auf die gewünschten Verhaltensformen aufmerksam. «Diese Kontakte sind in der Regel von gegenseitigem Respekt geprägt und bewirken vielfach wertvolle Gespräche», tönt es lobend vonseiten der Polizei.

Auf die 110 innerorts durchgeführten Verkehrskontrollen Bezug nehmend, macht Rolf Graf deutlich, dass die Gemeinden vermehrt nach solchen Kontrollen verlangen. Gerade in Bereichen, in denen 30 Stundenkilometer erlaubt sind, muss die Einhaltung dieser Geschwindigkeit regelmässig überwacht werden.

Gesamthaft mussten 4079 Fahrzeuglenker gebüsst werden. Damit wird deutlich, die Polizei wirkt nicht nur präventiv, sondern auch repressiv. Eine Abnahme gab es beim ruhenden Verkehr zu verzeichnen. Hier ist die Zahl von 1704 auf 1451 gesunken. Eine starke Steigung hingegen zeigt sich bei den Anzeigen im Zusammenhang mit Betreibungsverfahren. Waren es 2009 gerade einmal 44, mussten 2010 118 Personen verzeigt werden.

Unterwegs in den Schulen

Die Regionalpolizei Oberes Fricktal hat 2010 insgesamt 140 Schulklassen besucht. Über 1000 Stunden wurden für die Verkehrsausbildung aufgewendet.

Ein wichtiges Anliegen ist der Regionalpolizei das korrekte Beschriften der Fahrräder. Herrenlos aufgefundene Velos können oft nicht ihren rechtmässigen Besitzer zurückgegeben werden, weil entsprechende Angaben fehlen. Die Fahrräder müssen beschriftet und die Rahmennummer notiert und gut auffindbar aufbewahrt werden. Nur so findet ein entwendetes oder vergessenes Velo wieder zu seinem Besitzer zurück.

Als Ziel für 2011 hat sich die Regionalpolizei Oberes Fricktal wiederum gesetzt, die uniformierte Präsenz aufrechtzuerhalten und nach Möglichkeit zu verstärken.