Olsberg
Rentner wollte verhandeln: «Kommt am Montag, dann kriegt ihr 100000 Franken»

Am Freitagabend wird in Olsberg im Fricktal ein Ehepaar im eigenen Haus überfallen und ausgeraubt. Jetzt erzählen Leo und Helene Girod, wie sie die bangen Minuten erlebten.

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Jeden Abend füttert Leo Girod auf der Terrasse seines Hauses in Olsberg seine Katze.

Dass er das tut, müssen die Einbrecher gewusst haben: Denn am vergangenen Freitagabend tauchen in diesem Moment drei «schwarze Gestalten» auf und schlagen auf den Rentner ein.

Darauf schleppen die drei Männer den erfolgreichen Ex-Unternehmer in seine Stube. «Ich konnte mich nicht wehren, die waren jung, keine 25 Jahre alt», so der rüstige Rentner gegenüber Tele M1.

Als die Täter Ehefrau Helene Girod entdecken, geht einer der unbekannten Bande auch auf die Dame los.

«Nur ruhig, es passiert nichts.»

«Was wollen Sie denn von uns?»

«Geld!»

«Sie kriegen Geld.»

Die drei Diebe - mit einer Pistole in der Hand bewaffnet - zwangen das Fricktaler Ehepaar in das Untergeschoss, um dort den Tresor zu öffnen.

Umgehend geht der Alarm los, der dem Ehepaar aber kein Happy-End beschert: Die Diebe flüchten mit Schmuck und Bargeld im Wert von über 100'000 Franken.

Rentner wollte verhandeln

Kurios: Mutig wollte Leo Girod mit den Dieben erst noch verhandeln. «Ich sagte ihnen: Verschwindet und kommt am Montag wieder, dann kriegt ihr 100'000 Franken!»

Darauf hätten die Diebe aber nicht eingehen wollen.

Leo und Helene Girod sind trotz dem Horrorerlebnis froh, dass ihnen nichts Schlimmeres passiert ist. Sie kamen mit dem Schrecken und einigen blauen Flecken davon.

Leo Girod habe etwas aus dem Überfall gelernt, wie er meint: Auf seine Terrasse geht er nur noch mit Elektroschocker und Pfefferspray. (sha)

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