Im Herzen von Europa, im Laufenburger Ortsteil Sulz, durfte der Präsident des Verbandes Aargauer Schützenveteranen, Willi Blaser, nebst 207 stimmberechtigten Veteranen auch 15 Gäste aus Politik, Militär und befreundeten Verbänden begrüssen. Für den aus dem Vorstand ausgetretene Hans Rudolf Marolf – er wurde zum Ehrenmitglied ernannt – wird René Schweizer im Vorstand Einsitz nehmen.

In nicht einmal zwei Stunden wurden die 18 Traktanden abgehandelt. Die Einleitung zur Tagung machte mit schmissiger Blasmusik die einheimische Musikgesellschaft unter der Stabführung von Dirigent Schreier. Herbert Weiss, Vizeammann von Laufenburg, stellte auf eindrückliche Art und Weise die Gemeinde vor. Als Einleitung präsentierte der das Fricktal mit einer Lok mit der Aufschrift «Zugkraft Fricktal». Eine weitere Illustration zeigte auf, dass die Aargauer Veteranen genau im Mittelpunkt von Europa ihre Versammlung abhalten. Ein Schmunzeln im Saal brach aus, als Weiss über die Differenz beim Laufenburger Brückenbau berichtete. Applaus durfte er nicht nur für die Vorstellung der Gemeinde, sondern auch für die Kaffeespende entgegennehmen. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Kameraden dankte Präsident Blaser den Talschützen Sulz für die Organisation der Versammlung.

Schützen sind in Bern vertreten

«Sehr gerne bin ich hier bei Ihnen, auch damit sie wissen, dass sie und ihre Anliegen in Bern vertreten sind, und ich bin natürlich nicht alleine, mit mir stehen viele Kolleginnen und Kollegen für Sie, das heisst für das Schiesswesen, ein» waren die Worte, mit denen Nationalrätin Sylvia Flückiger ihre Ansprache eröffnete.

Da auch in Zukunft die Schützen angegriffen werden und das Schiesswesen hinterfragt wird, brauchen die Schützen Verbündete, auf die man sich verlassen kann. Noch in diesem Jahr wird über die Initiative zur Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht abgestimmt. Flückiger freut sich, mit den Schützen zusammen gegen diese Initiative anzutreten. Schweizerinnen und Schweizer wissen, dass sie selber der Staat sind, der viel zitierte Souverän, mit Rechten aber auch mit Pflichten. Diese Grundkonzeption habe zum Wohlstand, zur Sicherheit und zum Frieden geführt. «Wenn wir jetzt die Wehrpflicht abschafften, brechen wir einen Teil aus diesem Konzept heraus und ich kann Ihnen garantieren, es wird nur der erste Teil sein und weitere Teile werden folgen», warnte Sylvia Flückiger vor dieser Initiative.

Neues Ehrenmitglied

Nebst den obligaten Traktanden wie Protokoll, Berichte Jahresrechnung und Budget standen Wahlen auf der Traktandenliste. Aus gesundheitlichen Gründen tritt Hans Rudolf Marolf aus Kaisten aus dem Vorstand aus. Für seine wertvolle Vorstandstätigkeit als Schützenmeister des Jahresschiessens wurde ihm mit grossem Applaus die Ehrenmitgliedschaft des VASV verliehen. Erfreulicherweise konnte mit René Schweizer aus Hornussen ein Ersatz gefunden werden. Er ist Mitglied der Schiedskommission Kreis 6 und Präsident der SG Hornussen. Mit grossem Applaus wurde seine Wahl bestätigt und nach der Wahlannahmeerklärung durfte er die Vorstandskrawatte in Empfang nehmen.

Die Grussworte des Aargauer Schiesssportverbandes überbrachte deren Vizepräsident Victor Hüsser. Peter Anderegg, Vertreter des Verbandes Schweizer Schützenveteranen (VSSV) erwähnte in seiner Grussbotschaft, dass dem VSSV der Mitgliederrückgang zu denken gebe. Erfreulich konnte der berichten, dass die vier Vakanzen des VSSV ersetzt werden können. Der beste Pistolenschützen der Schweiz kommt aus dem Aargau, heisst Werner Häusermann und ist Präsident des AGSV. Dass in der Schweiz das Milizsystem einwandfrei funktioniert, wurde an der Versammlung bewiesen, denn die Schützen wie die Armee sucht Milizpersonen, erwähnte Divisionär Andreas Bölsterli.