Rheinfelden
Reha-Patienten verbesseren Motorik bei Kuhmelken und Hockey-Slalom

Das Sport- und Spielfest der Reha-Klinik in Rheinfelden gilt mittlerweile als etabliert. Auch dieses Jahr gab es für die Teilnehmenden wertvolle Tests für Motorik und Konzentration in originellen Sportarten.

Peter Rombach
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Auch das Schiessen mit der Wasserpistole stellt hohe Anforderungen an Motorik und Konzentration. Peter Rombach

Auch das Schiessen mit der Wasserpistole stellt hohe Anforderungen an Motorik und Konzentration. Peter Rombach

Der Wettbewerb im Spätsommer stellt ein Markenzeichen dar, wie Patientinnen und Patienten diverse Herausforderungen meistern können. «Rehabilitation und Sport haben viel gemeinsam», betont Professor Thierry Ettlin, Chefarzt und Medizinischer Direktor der Klinik in seiner Begrüssungsansprache am Donnerstag. «Sie müssen heute viel trinken», gibt er den Akteuren vorab schon mal mit auf den Weg.

Viele hier befänden sich in einer «schwierigen gesundheitlichen Situation», zu deren Überwindung es «viel Motivation» brauche, unterstreicht Ettlin und markiert den Sport als Motivationsfaktor. In der Rehabilitation sei das Ziel wichtig. «Ziele müssen aber erreichbar sein, beispielsweise sich wieder in der eigenen Wohnung bewegen zu können.» Wenn die eigenen Ziele, im Sport wie in der Reha, erreicht würden, löse das Zufriedenheit aus, so Ettlins Überzeugung.

Der administrative Direktor Matthias Mühlheim, verdeutlicht, dass in enger Zusammenarbeit mit den Therapeutinnen und Therapeuten der Sportparcours bereits zum elften Mal im Park vor der Klinik entwickelt wurde. Hilfreich wertet er die Tatsache, dass an allen Stationen wichtige Elemente der alltäglichen Rehabilitationsarbeit eingebaut sind und öffentlich praktiziert werden, um auch Eindrücke von einer schwierigen Arbeit des Personals zu vermitteln.

Dass es diesmal gleich drei Schirmherren für das Sport- und Spielfest gibt, freut Mühlheim besonders.

Der Marathonläufer und Behindertensportler Christoph Sommer, der Skirennfahrer und Behindertensportler Thomas Pfyl und Matthias Kyburz, Orientierungslauf-Weltmeister im Sprint aus Möhlin, werden von der Reha Rheinfelden unterstützt. Im Kurzinterview mit OK-Chefin Sabine Hahn skizzieren sie ihre sportliche Motivation und sehen sich beispielgebend, mit starkem körperlichem Einsatz auch Ziele anzupeilen. Und Sabine Hahn ergänzt: «Unsere Patientinnen und Patienten machen wirklich Hochleistungssport.»

Geschicklichkeit und Konzentration verlangten alle Stationen, wobei es speziell um Motorik und Reaktionsvermögen ging. Sei es beim gemeinsamen Hantieren mit dem Schwungtuch, beim Hockey-Slalom, beim Indiaca-Spiel, Kuhmelken oder Zielschiessen mit einer Wasserpistole .

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