Rheinfelden
Reha-Klinik in Rheinfelden arbeitet an der Kapazitätsgrenze

In der Reha Rheinfelden erfordert die neurologische Rehabilitation immer mehr Aufwand und lässt somit auch die Zahl der Pflegetage ansteigen. Das Geschäftsjahr 2013 bestätigte den Aufwärtstrend.

Peter Rombach
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Das Hauptgebäude der Reha-Klinik soll rechts, wo derzeit noch Bäume stehen, um einen Anbau zum Rütteliweg hin erweitert werden. ach

Das Hauptgebäude der Reha-Klinik soll rechts, wo derzeit noch Bäume stehen, um einen Anbau zum Rütteliweg hin erweitert werden. ach

Peter Rombach

Die Reha Rheinfelden steuert unbeirrt einen Erfolgskurs. Das Geschäftsjahr 2013 bestätigte in allen Bereichen den anhaltenden Aufwärtstrend. Der Betriebsertrag erhöhte sich auf 53,3 Millionen Franken, der Aufwand lag bei 51,2 Millionen. Ein sattes Plus also, womit der Administrative Direktor Matthias Mühlheim und Chefarzt Thierry Ettlin mehr als zufrieden sind. Aus ihrer Sicht trug die Zunahme der Pflegetage um 1,5 Prozent auf 60 867 zum positiven Ergebnis bei.

«Wir gelten als bevorzugte Adresse bei den zuweisenden Akutspitälern, doch erfordert die hohe Auslastung an der Kapazitätsgrenze auch eine ausserordentliche Flexibilität in der Planung», sagten die Klinikchefs am Montag vor den Medien. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Klinik erreichte den statistischen Wert von 31,3 Tagen. Die neurologische Rehabilitation erforderte mehr Aufwand, bei der muskuloskelettalen Reha reduzierte sich das Engagement. Professor Thierry Ettlin: «Die Rehabilitationsverläufe nach schweren neurologischen Ereignissen wie Schlaganfällen sind oftmals sehr langwierig und erfordern einen Maximaleinsatz.»

Der Medizinische Direktor der Reha bestätigte ein «unverändertes Leistungsangebot» in den Sektoren Neurologie, Rheumatologie, Orthopädie, Schmerzbehandlung und Sklerodermie, die er als «Kernkompetenzen» bezeichnete. Als richtigen Entscheid betrachtet Ettlin die Eröffnung des ambulanten Zentrums «Curativa» im letzten Herbst. Hier werde neuerdings die gesamte «ambulante Rehabilitationskette» angeboten. «Wir stellen uns den veränderten Herausforderungen in der medizinischen Landschaft.» Er verwies auch auf diverse Kooperationen, beispielsweise mit dem Kantonsspital Aarau, dem Gesundheitszentrum Fricktal oder dem Universitätsspital Basel.

Erweiterungsbau angedacht

Weil sich die Reha-Klinik (540 Mitarbeitende teilen sich rund 400 Vollzeitstellen) mit knapp 2000 stationären Patienten jährlich an der Kapazitätsgrenze bewegt, laufen erneut Überlegungen zur Optimierung der Infrastruktur. Kommentar Ettlin: «Der Bedarf spiegelt sich in den Wartezeiten wider, die wir dringend vermindern müssen.» Daraufhin lenkte Mühlheim den Blick auf einen angedachten Erweiterungsbau am Rütteliweg sowie auf qualitative Verbesserungen im Gebäudebestand, weil neben einer Modernisierung von Zimmern auch Ambulatorien und Seminare mehr Raumbedarf hätten. Die Bettenzahl werde nur geringfügig von derzeit 184 auf voraussichtlich 198 ansteigen.

Der Verwaltungschef skizzierte bereits das Bauziel und hoffte, bis diesen Herbst mit dem Vorprojekt fertig zu sein. Dass allerdings noch nichts in trockenen Tüchern ist, verdeutlichte Mühlheim ebenfalls. Es gelte, die Finanzierung sicherzustellen, Vorschriften des Gestaltungsplans einzuhalten.