Region
Versiert im Umgang mit dem Virus: Die Fricktaler Ferienspass-Programme wollen 2021 durchstarten

Die Ferienspass-Vereine im Fricktal lassen sich im zweiten Coronasommer nicht von der Pandemie unterkriegen. Traute sich 2020 nur der Verein für den Bezirk Rheinfelden an den Start, wollen 2021 alle drei Vereine Angebote machen – vorbehaltlich, das Infektionsgeschehen lässt es zu.

Hans Christof Wagner
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Beim Ferienspass 2019 in der Stadtbibliothek Rheinfelden ging es noch unbeschwert zu.

Beim Ferienspass 2019 in der Stadtbibliothek Rheinfelden ging es noch unbeschwert zu.

Isabelle Cladé

«Wir sind inzwischen ja schon coronaaffin», sagt Karin Mahrer, die Präsidentin des Ferienspass-Vereins Rheinfelden. Nicht, dass man das Virus irgendwie möge. Aber den Umgang damit seien die Kinder, Jugendlichen und die erwachsenen Kursleiter mittlerweile gewohnt. Wie viele Schüler 2021 beim Ferienspass mitmachen werden, bleibt abzuwarten. Aber zumindest, was die Dozenten betrifft, kann Mahrer melden:

«Wir haben dieses Jahr sogar noch mehr Kursleiter im Boot als 2020.»

Noch stehe das Programm im Detail nicht. Aber sicher wird es laut Mahrer dieses Mal 25 Neuheiten im Angebot haben. Die Details sind auf der ab Mitte Mai aufgeschalteten Website ersichtlich.

Verteilung der Programme ab dem kommenden Montag

Schon weiter in der Planung ist das Ferienspass-Team Region Frick, das für Schulkinder aus 16 Gemeinden im oberen Fricktal jeweils in den ersten zwei Sommerferienwochen Freizeitangebote organisiert. Laut Präsidentin Angela Deiss steht das Programm bereits, sei auch schon gedruckt und werde ab dem kommenden Montag an den Schulen der angeschlossenen Gemeinden verteilt. Die Online-Anmeldung wird ab 29. März möglich sein.

Auch bei der Stützpunktfeuerwehr in Frick waren die Kinder schon zu Gast.

Auch bei der Stützpunktfeuerwehr in Frick waren die Kinder schon zu Gast.

zvg ( 13. Juli 2019)

«Wir verteilen unsere Flyer Ende April an den Schulen. Ab Anfang Mai sind dann die Anmeldungen möglich», sagt Jolanda Wachter, Präsidentin des Vereins Ferienspass Region Laufenburg. 133 Kurse sind dort im Angebot: Tauchen, Stand up-Paddeln, Basteln, Exkursionen in den Vogelpark Zeihen, ins Stadion St.-Jakob-Park in Basel und in die Salinen nach Möhlin gehören dazu. «Wir planen einfach einmal und sind zuversichtlich, dass die Kurse im Juli auch stattfinden können», sagt Wachter.

«Alles steht natürlich auch bei uns unter Vorbehalt», sagt Deiss. Doch sie ist der Ansicht:

«Kinder und Jugendlichen müssen zurzeit auf so viel verzichten. Deshalb setzen wir alles daran, die Kurse möglich zu machen.»

170 Kurse haben Deiss und ihr Vereinsteam auf die Beine gestellt. Seit Januar laufen die Vorbereitungen.

Auf die Ferien-Angebote 2020 verzichten mussten die Kinder und Jugendlichen im oberen Fricktal: Sowohl dem Fricker wie auch dem Laufenburger Verein war das Risiko, die Kurse trotz Corona abzuhalten, zu gross. Sie sagten alles ab. Nur Rheinfelden ging wie gewohnt an den Start und verbuchte laut Mahrer nur geringfügig weniger Anmeldungen als sonst.

Der Ferienspass in der Region Rheinfelden/Möhlin fand 2020 statt.

Der Ferienspass in der Region Rheinfelden/Möhlin fand 2020 statt.

zvg

Im Jahr zwei der Pandemie sagt Deiss: «Der Umgang mit dem Virus ist inzwischen selbstverständlich geworden. Maskenpflicht, Handhygiene und Abstandhalten sind Routine.» Wachter meint: «Nach einem Jahr Corona kennt jeder das Risiko.»

Kurse nach draussen verlegen reduziert das Risiko

Und das kann beim Ferienspass auch noch reduziert werden. Mahrer: «Sehr viele Kurse finden sowieso draussen statt. Und wenn es schön ist, kann man die, welche für drinnen vorgesehen waren, ja auch ins Freie verlegen.» So ist neben Corona das Wetter die zweite grosse Unbekannte im Fricktaler Ferienspass 2021.