Für die richtige Stimmung bei der Bundesfeier in der Schulanlage Wil sorgte die Musikgesellschaft Mettau, während Helfer der MG Wil die Bewirtung übernommen hatten. Gemeindepräsident Peter Weber erklärte, dass die als Festrednerin geplante Christine Schraner-Burgener, frühere Botschafterin in Berlin, aus Termingründen kurzfristig hatte absagen müssen, da sie kurz zuvor zur Sondergesandten des UNO-Generalsekretärs für Myanmar ernannt worden war. Spontan hatte Regierungsrat Markus Dieth zugesagt, kündigte Weber den Festredner an.

Dieth wählte die vergangene WM als Analogie, um über Chancen und Risiken zu sprechen. Videobeweise machten das Fussballspiel zwar gerechter, aber beraubten es auch der Emotion. Dieth meinte, dass es im Spiel wie im Leben Gesetze brauche, aber vieles schon im Übermass reguliert werde, um Risiken zu minimieren. Risiken und Chancen gehörten zusammen und wer Chancen nutzen wolle, müsse auch Risiken eingehen, stellte er fest. Die Schweiz zeichne sich innerhalb Europas durch eine politische Stabilität wie wenig andere europäische Länder aus. Das sei gut für die Wirtschaft, aber das Land müsse auch weiterhin offen bleiben und eine Umwelt gestalten, die Raum für Innovationen ermöglicht. «Gebt den Chancen eine Chance», hielt der CVP-Regierungsrat fest.

Gemeinsam sangen die Feiernden den Schweizerpsalm. Wie im ganzen Kanton Aargau musste das Feuerwerk abgesagt und auch das schon gerichtete Höhenfeuer durfte nicht entzündet werden. Der Lampionumzug durfte unter der Auflage durchgeführt werden, dass nur elektrische Lichter in den Lampions leuchteten.