Magden
Regierungsrat, OL-Weltcupsieger und Musiker werben gemeinsam gegen Littering

Die Aktion «Sauberes Fricktal» will die Bevölkerung zur korrekten Abfallentsorgung animieren. Dafür werben bekannte Gesichter.

Peter Rombach
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Präsidentin Gisela Taufer (2.v.r.) und Umweltexpertin Helene Bigler stellen an der Startveranstaltung das Plakat von Regierungsrat Roland Brogli vor. Gemeindeammann Brunette Lüscher (r.) präsentiert das Plakat von Matthias Kyburz und Manu-L «sein» Plakat. ach

Präsidentin Gisela Taufer (2.v.r.) und Umweltexpertin Helene Bigler stellen an der Startveranstaltung das Plakat von Regierungsrat Roland Brogli vor. Gemeindeammann Brunette Lüscher (r.) präsentiert das Plakat von Matthias Kyburz und Manu-L «sein» Plakat. ach

Peter Rombach

Der Mai als Aktionsmonat für ein «Sauberes Fricktal» lässt Frühlingshoffnungen aufkeimen, dass es mit dem leidigen Littering nicht allzu schlimm wird in der wärmeren Jahreszeit. An der Startveranstaltung erläutert die Arbeitsgruppe ihre Initiativen für 2016.

Präsidentin Gisela Taufer, gleichzeitig auch Chefin des Gemeindeverbandes Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal (GAF), freute sich gestern Vormittag, dass renommierte «Botschaftsträger» gewonnen werden konnten: Regierungsrat Roland Brogli mahnt mit dem Slogan «Mir grüselts ab dem Güsel! Drum zack in Abfallsack!» Der Orientierungsläufer und Weltcupsieger Matthias Kyburz aus Möhlin betont, «Littering ist kein Winner – Abfall richtig entsorgen». Und dann wäre da noch der Musiker Manu-L mit seiner klaren Ansage, «Scherben vor der Disco bringen kein Glück».

Bevölkerung sensibilisieren

Mit diesen Promis auf grossflächigen Plakaten hofft Präsidentin Taufer, im Zuge der sechsten Aktion die Fricktaler Bevölkerung sensibilisieren zu können, Abfälle nicht einfach wegzuwerfen, sondern gezielt zu beseitigen. Keinesfalls wolle die Arbeitsgruppe nur den Zeigefinger erheben, sondern vielmehr durch das Ansprechen von Zielgruppen wie Gemeinden und Vereine dazu anregen, Müllaufkommen und Littering zu reduzieren. «Patentrezepte gibt es nicht, aber wir möchten unsere Mitmenschen zu mehr Problembewusstsein animieren», so Gisela Taufer. Die Umweltexpertin Helene Bigler ist seit Jahren auch für den GAF aktiv. Sie sieht in der autonomen Arbeitsgruppe, einst von der Regionalplanung Fricktal initiiert, einen «Impulsgeber mit der klaren Botschaft, Abfall korrekt zu entsorgen».

Plakate und Tonträger

Vor diesem Hintergrund betrachtet sie das Einspannen von Persönlichkeiten als weiteren Weg, mit guten Beispielen voranzugehen. Plakate und Tonträger, die bei Bedarf sogar noch nachbestellt werden können, stehen den zwanzig mitwirkenden Gemeinden im Fricktal zur Verfügung, um an diversen Veranstaltungen (beispielsweise in Teamarbeit mit Vereinen) auf Litteringproblem und Umweltschutz aufmerksam zu machen. Für Magden beschreibt der stellvertretende Bauamtsleiter Remo Kämpfer, ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe, die Bedeutung solider Veranstaltungsplanungen, wozu auch der Abfallsektor gehöre. In einer Gemeinde müsse es ferner genügend Sammelstellen für Recycling geben; beispielhaft nennt er Werkhof, Detaillisten, Schule und Sportanlage als Standorte. «Für uns ist das Zusammenspiel der Vereine wichtig.» Dies unterstreicht insbesondere Gemeindeammann Brunette Lüscher auf ihrer Tour d’Horizon durch Magden und mit den speziellen Hinweisen, einst im Kanton Aargau die jüngste «Energiestadt» gewesen zu sein. «Solch ein Label verpflichtet.» Natürlich auch zum aktiven Kampf gegen Littering.

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