Mettauertal
Referendum erfolgreich: 381 Unterschriften für den Schulstandort Etzgen

Das Thema beschäftigt die Fusionsgemeinde Mettauertal seit Wochen: Wird der Schulstandort Etzgen aufgehoben? Nun ist klar, dass es im Herbst zur Abstimmung kommt. Das Referendum gegen den Versammlungs-Entscheid hat genügend Unterschriften.

Nadine Böni
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Corinne Zumsteg übergibt Gemeindeschreiber Florian Wunderlin die gesammelten Unterschriften. nbo

Corinne Zumsteg übergibt Gemeindeschreiber Florian Wunderlin die gesammelten Unterschriften. nbo

Nadine Böni

Mit zwei Couverts in der Hand betritt Corinne Zumsteg das Gemeindehaus Mettauertal im Ortsteil Mettau. «Es sieht nach wenig aus, aber es reicht», sagt sie. Es reicht sogar locker: 381 Unterschriften wurden in den vergangenen Wochen gegen die Schliessung des Schulstandorts Etzgen gesammelt, 378 gegen den entsprechenden Planungskredit.

Damit haben rund 27 Prozent der Stimmberechtigten das Referendum unterschrieben – 20 Prozent wären nötig gewesen. Und so konnte das Referendums-Komitee bereits gestern die vollen Bögen an Gemeindeschreiber Florian Wunderlin überreichen, obwohl eigentlich noch bis zum 27. Juli Zeit gewesen wäre, weiter zu sammeln.

Zuversicht für Abstimmung

«Wir sind rasch und ohne grosses Gestürm zu den Unterschriften gekommen», sagt Zumsteg. Unterschrieben hätten vor allem Etzgerinnen und Etzger. «Die letzten Wochen haben gezeigt, wie gross der Zusammenhalt im Dorf ist», so Zumsteg. Aber auch aus den anderen Ortsteilen habe man grosse Unterstützung erfahren. «Darüber waren wir selber erstaunt», sagt Zumsteg und dankt im selben Atemzug allen, die sich für den Schulstandort Etzgen einsetzen.

Die grosse Anzahl Unterschriften und die Art und Weise, wie sie zusammen kamen, gäbe dem Referendums-Komitee Zuversicht für die Abstimmung. «Wir hoffen, dass wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren können, wenn es ernst wird», sagt Zumsteg und kündigt Aktionen an für die Zeit unmittelbar vor der Abstimmung im Herbst.

Die Abstimmung zum Schulstandort wird innerhalb der nächsten sechs Monate durchgeführt. Ob zusammen mit den Nationalrats- und Ständeratswahlen, mit der Ersatzwahl von Gemeinderat Christoph Rutschmann oder sogar an einem separaten Termin, werde erst noch entschieden, sagt Gemeindeschreiber Florian Wunderlin.

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