Gehört bald ein Fricktaler zu den klingenden Namen in der Schweizer Hip-Hop-Szene? Der 21-jährige Massimo aus dem Laufenburger Ortsteil Sulz setzt jedenfalls alles daran. Unter seinem Künstlernamen Lepardo hat er sich in diesem Jahr für den «My Coke Music Soundcheck» angemeldet. Seit 13 Jahren dient der Bandwettbewerb Nachwuchsmusikern aller Genres als Karrieresprungbrett. Zu den Siegern zählen etwa «77 Bombay Street», «Neckless» oder die «Pedestrians».

«Seit ich acht Jahre alt bin, mache ich Musik», sagt Lepardo, und schon bald habe ihn Rap fasziniert. Seit vier Jahren schreibt er eigene Texte. «Nun haben mich meine Kollegen und Freunde motiviert, am ‹My Coke Music Soundcheck› teilzunehmen.»

Lepardo hat seinen Song «Zurück am Schreibtisch» eingereicht – und damit den Nerv der Jury mit Rapper Stress, Musikmanager Reto Lazzarotto, Songwriterin Veronica Fusaro und Lifestyle-Bloggerin Nives Arrigoni getroffen. Die Jury erkor ihn aus über 200 Bewerbern zu einem der zwölf Halbfinalisten.

Online-Voting läuft

Aus diesen zwölf Halbfinalisten aus der ganzen Schweiz werden nun mit einem Online-Voting auf der Website von My Coke Music die Finalisten ermittelt. Schon kurz nach dem Jury-Entscheid fanden deshalb Fotoshooting und Videodreh statt. «Für mich war dies ganz neu», so Lepardo, der ein Teilzeitstudium in Betriebsökonomie absolviert und daneben im kaufmännischen Bereich arbeitet. Er hofft, dass er möglichst viele Unterstützer findet und wirbt deshalb auf Instagram und Facebook eifrig um Stimmen. «Ich bin ehrgeizig», sagt er. Und da er nun schon so nahe am Erfolg dran sei, wolle er natürlich auch gewinnen. «Die Musik ist schon lange mein Traum», sagt Lepardo, «und dieser Wettbewerb ist eine megagrosse Chance.» Tatsächlich winkt dem Final-Sieger ein Hauptgewinn im Wert von 50 000 Franken, der sich aus 20 000 Franken Bargeld zur freien Verfügung sowie einem Jahr lang professioneller Beratung und Unterstützung durch die «Gadget Management & Concert Agency» zusammensetzt.

Deshalb hat Lepardo auch die Produktion seiner ersten eigenen Platte etwas nach hinten verschoben. «Ursprünglich war der Release für den laufenden Monat geplant», so der Nachwuchs-Rapper. «Doch nun konzentriere ich mich ganz auf den Wettbewerb.» Dennoch soll die Platte noch in diesem Jahr erscheinen.

Rappen auf Hochdeutsch

Lepardo setzt auf deutschen Rap. «Ich habe viel deutschen Rap gehört und mir schon früh angewöhnt, auf Hochdeutsch zu rappen», sagt er.

Mit seinen Texten will Lepardo andere Jugendliche motivieren und ihnen klar machen, dass die Schule eine wichtige Basis ist. «In meinen Texten geht es nicht um Drogen und Gewalt», sagt er. «Ich will Jugendlichen mit auf den Weg geben, dass es sich lohnt, an seinem Traum festzuhalten.»

Ob ihn sein eigener Traum in den Final führt, entscheidet sich am 21. September. Dann endet das Online-Voting. Ist Lepardo dann unter den ersten Drei, hat er am 5. Oktober die Gelegenheit, in einer Live-Show im Zürcher Plaza Club die Jury von sich zu überzeugen.