Zeiningen

Rampenverkauf des alten Forstmaterials war ein voller Erfolg

Bevor der Forstbetrieb Zeinigerberg-Looberg seine Türen endgültig schliesst, brachte er sein Inventar unter die Leute.

Im ehemaligen Forstwerkhof in Zeiningen hat mit dem Rampenverkauf des Forstbetriebs Zeinigerberg-Looberg am Samstag dieser seine Türen endgültig geschlossen. Bevor dies aber der Fall war, fanden sich Dutzende von interessierten Frauen und Männern ein, um sich eines der angebotenen Schnäppchen zu ergattern. Das Geschäft lief wie geschmiert und alt Förster Urs Jakober, der seit gut einem Monat seine «Freiheit» als Pensionär geniesst, war quasi als Freiwilliger vor Ort und amtete unter anderem als Kassier für seinen einstigen Arbeitgeber, den Forstbetrieb Zeinigerberg-Looberg.

Das Angebot zu wirklich günstigen Preisen war ansprechend, sehr sogar. Sorgfältig aufgebaut und einladend präsentiert, lagen Dutzende von Werkzeugen parat und warteten auf die Käuferinnen und Käufer. Und: Die Qualität stimmte, wenngleich die hochwertigen wie modernen Werkzeuge nicht zu kaufen waren. «Diese hat der Forstbetrieb Region Möhlin übernommen, welchem wir uns angeschlossen haben», kommentierte Jakober. Durch seine Hände ging deshalb «nur» Material, «das nicht mehr oder nur noch sehr wenig durch uns Profis gebraucht wird,» hielt der ehemalige Leiter des örtlichen Betriebs fest.

Von der Motorsäge bis zur Wiedehopf-Haue

Im Warenangebot, das Freude machte, befanden sich auch Objekte, die in der Regel beim Publikum eher wenig bekannt sind, wie etwa eine Wiedehopf-Haue, Einhandsicheln oder ein spezielles Metermass. Für 50 bis 250 Franken konnten Motorsägen gekauft werden, für 20 Franken beispielsweise eine Axt oder für 10 Franken ein Hammer. Ketten, Bodenbohrer, Schaufeln sowie unzählige Stiele für Werkzeuge standen weiter in Reih und Glied fürs Publikum bereit. Und dieses freute sich, wie stellvertretend Willi Vonblon aus Möhlin: «Ich habe hier tolle Werkzeuge günstig erstanden, wie eine Sense und eine Wiedehopf-Haue.» Büromöbel jeglicher Art waren weitere Angebote, die der Forstbetrieb Zeinigerberg-Looberg präsentiert hatte.

Der nunmehr erfolgte Zusammenschluss mit Möhlin bringt viele Vorteile. Er drängte sich mit der Pensionierung von Jakober quasi auf. Das Zeiniger Personal konnte nach Möhlin übersiedeln. «Ich denke, dass sich letztlich für alle Beteiligten viele Vorteile und auch Chancen ergeben», kommentierte der Altförster. Er war sichtlich froh und erfreut, dass das Geschäft am Samstag so gut lief.

Das nicht verkaufte Material wird im Übrigen nochmals Berufskollegen angeboten werden. Die letztlich überschüssigen Gerätschaften und Werkzeuge würden entsorgt, hielt Urs Jakober am Ende des erfolgreichen Verkaufs fest. Der Forstwerkhof ist bereits wieder vermietet. Er wird anderweitig genutzt werden.

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