Wil
Raiffeisenbank Mettauertal: Düstere Prognosen haben sich nicht erfüllt

Die Raiffeisenbank Mettauertal blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der Jahresgewinn liegt 15 Prozent über dem Ergebnis vom Jahr 2015, wie der Verwaltungsrat am Freitag bekannt gab.

Peter Schütz (Text und Bild)
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Zufrieden mit dem Geschäftsjahr der Raiffeisenbank Mettauertal, von links: Stefan à Porta (Verwaltungsratspräsident), Karin Kenel (Mitglied Verwaltungsrat) und Urs Obrist (Vorsitzender der Bankleitung).

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr der Raiffeisenbank Mettauertal, von links: Stefan à Porta (Verwaltungsratspräsident), Karin Kenel (Mitglied Verwaltungsrat) und Urs Obrist (Vorsitzender der Bankleitung).

Die Raiffeisenbank Mettauertal sieht sich auf gutem Kurs. «Dank einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen haben wir stets eine solide Basis», erklärte Verwaltungsratspräsident Stefan à Porta an der 110. Generalversammlung der Raiffeisenbank Mettauertal am Freitagabend in der Turnhalle in Wil. Trotz düsterer Prognosen Ende 2015 sei das vergangene Jahr «gar nicht so schlecht verlaufen», sagte à Porta vor vollem Haus. Die Raiffeisenbank Mettauertal habe im Geschäftsjahr 2016 ein solides Wachstum bei den Hypothekarausleihungen erzielt, auch die Kundeneinlagen hätten sich gut entwickelt, so der Verwaltungsratspräsident. In Zahlen: Der Jahresgewinn beträgt trotz angespanntem Wirtschaftsumfeld 340 026 Franken und liegt um 15 Prozent über dem Ergebnis 2015. Als zentralen Erfolgsfaktor erachtete Stefan à Porta «die Nähe zum Kunden». Deshalb habe die Raiffeisenbank mit dem Neubau des Bankenstandortes in Gansingen «ein klares Zeichen für den Standort im Mettauertal gesetzt». Dabei handle es sich um «eine Investition in die Zukunft, die uns weiterhin Nähe zu den Kunden gewährleistet», sagte à Porta.

Urs Obrist, Vorsitzender der Bankleitung, bezeichnete das Geschäftsjahr 2016 als «erfolgreich». Zwar sei die Bilanzsumme um «nur» 0,5 Prozent gestiegen, dies sie jedoch auf Rückzahlungen von 3,5 Millionen Franken für Darlehen bei Raiffeisen Schweiz zurückzuführen. Für Obrist positiv war auch die Entwicklung der Ausleihungen (Kredite und Hypotheken). Die Stagnation von 2015 konnte gestoppt werden, vielmehr kam es zu einer Steigerung um netto 5,4 Millionen Franken. Mit einem Wachstum von 3,8 Prozent auf gesamt 181 Millionen Franken vermochte die Raiffeisenbank Mettauertal ihre starke Position im Hypothekargeschäft zu behaupten. Urs Obrist führte dies auf «sorgfältige Risikoprüfung» zurück. «Wir haben ein sehr gutes Hypothekarportfolio und haben keine Verluste verzeichnet», berichtete er. Das Wachstum der Kundeneinlagen konnte mit dem Zuwachs der Ausleihungen nicht ganz Schritt halten. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen waren um 1,3 Prozent auf knapp 180 000 Franken gestiegen. Zwei Drittel der Spargelder sind in Sparfonds angelegt, «das gibt uns Gewissheit, dass wir in Zukunft weiter arbeiten können», sagte Obrist. Das Zinsengeschäft sei wegen der Niedrigzinsen leicht rückläufig «und wird vorläufig so bleiben» (Obrist), erwies sich aber trotzdem als wichtigste Ertragsquelle. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft blieb mit 2,85 Millionen Franken nur gering unter demjenigen von 2015 und trug mit 89 Prozent zum Geschäftsertrag bei.

Weitere Eckdaten aus dem Geschäftsbericht: 2016 wurden 300 000 Zahlungen vorgenommen, das entspricht 1200 Zahlungen am Tag. Der Spitzenwert von abgewickelten Zahlungen lag bei 4,3 Millionen Franken an einem Tag. Direktbelastungen mit Karten verzeichnete die Raiffeisenbank 153 000. Ein erster Ausblick: «Das erste Quartal 2017 schliesst in etwa an 2016 an», gab Urs Obrist bekannt. Die Raiffeisenbank wird diesen Juni den kantonalen Musiktag in Gansingen und im August das Freilichttheater Hottwil unterstützen.

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