Autorennsport
Raffi Bader fährt ein Traumauto mit Kultstatus

Dieses Jahr fährt der 23-jährige Fricker Raffi Bader nicht mehr im Porsche Super Sports Cup, wo er einige Erfolge verzeichnete, sondern im ADAC GT Masters.

Walter Christen
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Raffi Bader links bei der Siegerehrung nach dem 24 Stunden Rennen in Dubai
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Am 24 Stunden Rennen von Dubai in voller Fahrt
Unterwegs zur Spitzenplatzierung in Dubai
Im BMW unterwegs auf dem Wüstenkurs in Dubai
Raffi Bader der Rennfahrer

Raffi Bader links bei der Siegerehrung nach dem 24 Stunden Rennen in Dubai

Den Auftakt in die neue Saison hat sich der 23-jährige Fricker Autorennfahrer Raffi Bader zwar besser vorgestellt, was die Platzierung in den beiden ersten Wertungsläufen anbelangt. Doch angesichts dessen, dass er mit seinem Teamkollegen in einem gedrosselten Rennwagen im Feld der 40 Gestarteten fahren musste (vgl. Auftaktseite), sind die Ränge 25 und 18 umso beachtlicher.
Der gelernte Karosseriespengler blickt bereits auf eine erfolgreiche Rennsportkarriere zurück. Mit 14 bestritt er die Club-Meisterschaft des Kart-Klubs Fricktal. Philip Beyrer Motorsport und die Toyota AG Schweiz nahmen ihn von 2004 bis 2006 in ihre Nachwuchsförderung auf. Er konnte den Yaris-Cup mit einem dritten Gesamtrang abschliessen. Nach drei erfolgreichen Jahren im Toyota Yaris Cup und einer Saison im Seat Leon Supercopa nahm Raffi Bader seit 2008 im Porsche Super Sports Cup teil. 2009 konnte er sich den Meistertitel mit 10 Siegen in Folge vorzeitig sichern.
Von Porsche zu Lamborghini

Dort fand er im Team Rhino's Leipert Motorsport Anschluss und nimmt, zusammen mit David Mengesdorf, in einem Lamborghini Gallardo LP600+ an den Rennen teil. «Jetzt muss nur noch das Auto wieder Spass machen», meinte er nach den ersten beiden Läufen in Oschersleben. «Aber für den Traditionskurs in Zandvoort bin ich sehr zuversichtlich. Wenn die Balance of Performance wieder stimmt, sollte auch eine Top-Ten-Platzierung möglich sein», gibt sich der Fricktaler zuversichtlich. «Kabel eins» überträgt die Rennen jeweils live im Fernsehen: Zandvoort (Holland) am 5./6. Mai, Sachsenring am 9./10. Juni, Nürburgring am 14./15. Juli, Red Bull Ring (Österreich) am 11./12. August, Lausitzring am 25./26. August, Nürburgring am 15./16. September und Hockenheim am 29./30. September.
Bis zuletzt hatte sich der Fricktaler Autorennfahrer alle Optionen offen gehalten und auch mit dem Porsche Carrera Cup geliebäugelt. Kurz vor Saisonbeginn fiel die Entscheidung jedoch für das ADAC GT Masters: «Teamchef Marcel Leipert hat ein überzeugendes Paket geschnürt, das meinem Budget sehr entgegenkommt. Und der Lamborghini ist einfach ein ganz spezielles Fahrzeug, das sich in den vergangenen Jahren als Siegerauto bewährt hat. Es ist ein Traumauto mit Kultstatus und von den fahrerischen Eigenschaften her gutmütig, weil die Gewichtsverteilung optimal ist», so Raffi Bader zur az Aargauer Zeitung. «Am schwersten ist dagegen ein Porsche mit Kuppeln und Zwischengas zu fahren, dessen Motor und Antrieb sich im Heckbereich befinden.»
Rennen in der Wüste: Spitzenplatz
Für die Saison 2012 hat sich Raffi Bader gut vorbereitet, indem er sich im Fitnessstudio getrimmt und ein Ausdauertraining absolviert hat. Seinen zweiten Auftritt am 24-Stunden-Rennen von Dubai Mitte Januar bezeichnete er im Gespräch mit der az Aargauer Zeitung ganz bescheiden als gutes Fahrtraining. Dabei stieg er mit seinem Team als Zweitplatzierter aufs Podest. Hatte er 2011 bei seinem Debüt in der Wüste noch mit technischem Defekt aufgeben müssen, war der diesjährige Einsatz des Fricktalers weit erfolgreicher. Er steuerte im Team von Bernd Küpper ein BMW E46 Coupé und war mit seinem Team über 24 Stunden der glühenden Hitze und dem Wüstensand ausgesetzt.