Die Kantonsstrasse K 296 zwischen Wegenstetten und Schupfart wird ausgebaut. Seit heute liegen die Projektpläne öffentlich bei den Gemeindekanzleien Wegenstetten und Schupfart auf, inklusive einem Landerwerbsplan.

«Es ist eine Belagssanierung sowie die Einführung eines Radstreifens geplant», sagt Stefano Donatiello, Kreisingenieur beim zuständigen kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Zudem sei bei den Dorfeinfahrten in Wegenstetten und Schupfart eine sogenannte Ein- und Ausfahrtbremse vorgesehen.

Donatiello nennt zwei Hauptgründe für die Arbeiten an der Strasse: «Einerseits ist der Belag in einem schlechten Zustand, andererseits ist die K 296 Bestandteil der kantonalen Radroute. Deshalb sollen dort Massnahmen für die Sicherheit der Velofahrenden getroffen werden.»

Vor allem die Situation für die Velofahrer, die bergauf unterwegs sind, soll verbessert werden. Sie sind auf der teilweise eher steilen Strecke viel langsamer unterwegs als der motorisierte Verkehr. Das kann auf der schmalen Strasse zu brenzligen Situationen führen.

Fahrbahn wird breiter

Ein 1,5 Meter breiter Radstreifen soll dieses Problem lösen. Heute beträgt die Strassenbreite rund 6,2 Meter. In Zukunft sollen die Fahrspuren – neben dem Radstreifen – je drei Meter breit sein. Die gesamte Fahrbahn würde somit 7,5 Meter messen. «Durch die Belagssanierung mit dem Radstreifen wird die Situation für alle Verkehrsteilnehmenden wesentlich verbessert», ist Donatiello überzeugt.

Zudem sollen – mit den geplanten Ein- und Ausfahrtsbremsen – die Geschwindigkeiten sowohl dorfeinwärts wie auch dorfauswärts in Wegenstetten und Schupfart reduziert werden. «Das wirkt sich positiv auf die Lärmimmission aus», sagt Kreisingenieur Donatiello.

Die Strecke ist heute bekannt dafür, dass die Tempolimiten gerne ausgereizt und auch einmal überschritten werden. Bei der Ein- und Ausfahrtsbremse handelt es sich um erhöhte Inseln in der Mitte der Fahrbahn, welche die Verkehrsteilnehmer zwingen sollen, einen Bogen und damit langsamer zu fahren. Auf der Strasse angebrachte Markierungen zeigen, wo die Inseln genau installiert werden.

Baustart im 2017?

Die Projektpläne liegen bis zum 14. September auf. Für den Ausbau der Strasse sind auch Landkäufe nötig. «Voraussichtlicher Baubeginn, je nach Einwendungen und Landerwerbsverhandlungen, ist im 2017 vorgesehen», sagt Donatiello.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich rund eineinhalb Jahre. Die Strasse soll während der gesamten Bauzeit mindestens einspurig befahrbar bleiben. «Der Verkehr wird mittels Lichtsignalanlage geregelt», sagt Donatiello.

Gemeinden übernehmen Kosten

Der Kostenvoranschlag für die Gesamtkosten des Projekts beträgt 6,7 Millionen Franken. Daran beteiligen sich auch die beiden betroffenen Gemeinden. Im Fall von Wegenstetten beträgt der Anteil 42'000 Franken für die Verkehrsinsel.

Der Schupfarter Anteil fällt um einiges höher aus: Die Gemeinde übernimmt Kosten in der Höhe von 687'000 Franken, da hier auch Sanierungen an der Strasse im Innerortsbereich ausgeführt werden.

Für die Verkehrsinsel wird der Kanton der Gemeinde 66'000 Franken verrechnen. Hinzu kommen für beide Gemeinden Kosten, die für die Beleuchtung der neuen Dorfein- und -ausfahrten anfallen.