Möhlin
Prominente Göttis starten mit den Schülern bewegt ins neue Schuljahr

Im Primarschulhaus Storebode lautete das Motto gestern «schule bewegt». Seit 2005 verpflichten sich Schulklassen im Rahmen des Projekts, sich täglich 20 Minuten zu bewegen. Ein Olympiateilnehmer und ein Schweizer Meister besuchten Möhlin.

Marc Fischer
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Sport im Primarschulhaus Storebode
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Footbag ist gar nicht sooo schwer
Samuel Hufschmid gibt auch den Jüngsten Ratschläge im Footbag
Auf dem Pausenplatz sind ganz neu Spiele wie Himmel und Hölle aufgemalt
Schule bewegt in Möhlin mit Seilhüpfen
Schule bewegt in Möhlin mit Seilhüpfen
Schule bewegt in Möhlin mit Seilhüpfen
Schule bewegt in Möhlin mit Seilhüpfen

Sport im Primarschulhaus Storebode

AZ

«Tutto in movimento», erschallte es gestern Vormittag vom Tonträger und aus den Kehlen der rund 230 Primarschüler des Schulhauses Storebode in Möhlin. Das Lied und der dazugehörige Tanz bildeten den Abschluss des offiziellen Teils des Kick-off-Events «Bewegt ins neue Schuljahr» – und der Titel des Lieds war gleichzeitig das Motto für die Möhliner Primarschüler am gestrigen Tag.

«Das Projekt ‹schule bewegt› besteht seit 2005», erklärte Projektleiterin Evelyne Dürr vom Bundesamt für Sport. Aktuell nehmen rund 4 200 Schulklassen und Tagesstätten teil. Sie verpflichten sich, sich täglich 20 Minuten zu bewegen – darunter mehrere aus dem Schulhaus Storebode. «Vielfach ist die Bewegung mit einem Schulfach gekoppelt oder mit einem Ritual zum Beispiel zu Beginn der Lektion», erklärt Daniela Lauber Bärlocher, Schulleiterin des Schulhauses Storeboden. Die kurzen Sequenzen werden im Tagesverlauf immer wieder eingestreut.

Glücksfee war Möhlin hold

«Rund 15 besuchen wir pro Jahr mit einem prominenten Götti, in Möhlin sind sogar zwei Göttis dabei, da es sich um den ersten Anlass des neuen Schuljahrs handelt», führte Evelyne Dürr aus. Sie werden per Glücksfee ausgesucht. Diese war Möhlin hold, und so kamen die Storebode-Schüler in den Genuss von spannenden Workshops mit Sébastien Chevallier, Olympiateilnehmer und Schweizer Meister im Beachvolleyball, und Samuel Hufschmid, mehrfacher Schweizer Meister im Footbag.

Beide waren mit viel Elan dabei und hatte die volle Aufmerksamkeit der Schüler. In den jeweils 20-minütigen Workshops machten sie mit den Schülern jeweils Übungen in «ihrer» Sportart und gaben ihnen viele Tipps. Bei Samuel Hufschmid lernten die Kinder, das Jonglieren mit dem Footbag und den Trick «Einmal um die Welt», bei dem der Fuss in der Luft einmal um den Footbag kreist. Sébastien Chevallier erklärte den Schülern die verschiedenen Techniken im Volleyball vom Zehnfingerpass bis zum Anspiel.

An zwei weiteren Posten waren Seilhüpfen aller Art und Pausenplatzspiele wie Himmel oder Hölle angesagt. Dabei wurden auch gleich die von der Lehrerschaft neu aufgemalten Spiele auf dem Pausenplatz in Betrieb genommen.

«Bewegungsdrang nicht nehmen»

CVP-Nationalrätin Ruth Humbel dankte vor Ort den Lehrpersonen und den Sportlern für ihren Einsatz und forderte alle auf, den Kindern ihren Bewegungsdrang nicht zu nehmen und sprach sich in diesem Zusammenhang gegen die Elterntaxis aus. Die Schüler ihrerseits freuten sich über jede Minute Bewegung mit den Sportstars und sassen nur einmal fast bewegungslos da – als sie von Ruth Humbel gefragt wurden, ob sie lieber «normalen» Unterricht hätten. Zum Ende der Workshops kamen übrigens auch Hufschmid und Chevallier noch ins Schwitzen: Sie wurden von den Schülern mit Autogrammwünschen belagert – egal, ob auf Karten, Kleidern, Schuhen oder Haut.