Kaiseraugst
Projektphase ist vorbei - soll das Klassenmusizieren beibehalten werden?

Die 10-jährige Projektphase des Klassenmusizierens ist vorbei. Jetzt entscheiden die Stimmberechtigten über die Zukunft.

Nadine Böni
Merken
Drucken
Teilen
Abschluss: Bernadette von Büren spielt ein letztes Mal mit ihren Schülerinnen. TZU

Abschluss: Bernadette von Büren spielt ein letztes Mal mit ihren Schülerinnen. TZU

Beinahe zehn Jahre ist es her, seit der Verein Musikschule Rheinfelden-Kaiseraugst (MSRK) und die lokalen Volksschulen das Projekt Klassenmusizieren einführten – als Erste im Kanton Aargau überhaupt. Hunderte Schülerinnen und Schüler haben seither das Klassenmusizieren besucht, das von Gemeinden und vom Verein finanziert wurde. Nun gilt es, eine Anschlusslösung zu finden, läuft doch die 10-jährige Projektphase auf Ende des Schuljahres aus.

Gemeinde übernimmt Kosten

Der Gemeinderat schlägt an der Einwohnergemeindeversammlung vom Mittwoch, 17. Juni, vor, ein gemeindliches Reglement für das Klassenmusizieren zu schaffen und mit dem MSRK eine entsprechende Leistungsvereinbarung zu unterzeichnen.

Im Reglement heisst es unter anderem: «Die Kosten für die Durchführung des Klassenmusizierens entfallen auf die Einwohnergemeinde Kaiseraugst. Die Einwohnergemeinde Kaiseraugst schafft die notwendigen Instrumente an und überlässt diese kostenlos den Schülern.» Das Angebot soll für die Dauer von sechs Jahren ab dem Schuljahr 2015/16 festgelegt werden. So schreibt es der Gemeinderat in der Botschaft zur Versammlung.

Gestützt auf dieses Reglement will die Gemeindebehörde mit dem MSRK eine Leistungsvereinbarung abschliessen, welche die Durchführung, die Verantwortlichkeiten sowie die Zurverfügungstellung der Ressourcen regelt. Der MSRK stellt die Lehrpersonen und führt die Administration. Dafür erhält er einen Betrag von 1000 Franken sowie pro Klasse einen Beitrag von 2950 Franken.

Die jährlichen Kosten für das Klassenmusizieren belaufen sich gemäss Botschaft demnach auf 19700 Franken (3 Klassen à 2 Jahre plus administrative Kosten). Dazu kommen noch die Kosten für den Unterhalt und allfällige Anschaffungen der Instrumente. Diese Kosten seien jährlich mittels ordentlichem Budget der Gemeinde zu genehmigen.

«Bereicherung für Schüler»

«In der heutigen Zeit, in welcher alles ‹digital› erledigt werden soll, sind ‹musische› Schulfächer von grosser Bedeutung», schreibt der Gemeinderat in der Botschaft. «Das Lernen eines Instruments in der Gruppe fördert das Verhalten in einer Gemeinschaft.» Gemeinderat und Schulpflege seien überzeugt, dass das Angebot für die Schüler eine Bereicherung darstelle.